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Justizministerin würdigt Zusammenarbeit der JVA Flensburg mit dem Diakonischen Werk Schleswig-Flensburg

Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack hat heute (17. Januar) bei Besuchen in der JVA Flensburg und im Diakonischen Werk Flensburg die erfolgreiche Arbeit der Anstaltsbediensteten und der Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter des Diakonischen Werks für die Kriminalprävention gewürdigt. “”Eine gelingende Wiedereingliederung von Straftätern in die Gesellschaft und somit ein effektiver Opferschutz braucht spezialisierte Beratungsangebote, die straffällig gewordene Menschen vor, während und nach einer Haftstrafe unterstützen. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der JVA und der Diakonie in Flensburg für ihre langjährige, engagierte und hoch qualifizierte Arbeit sowie für ihre vorbildliche Kooperation””, erklärte Sütterlin-Waack.

Der Leiter der JVA Flensburg, Karl-Heinz Zerth, erläuterte der Ministerin die Kooperation mit der Diakonie. Die Schuldnerberatung in der JVA Flensburg erfolgt seit Jahren durch das Diakonische Werk des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Schleswig-Flensburg. Das Angebot wird von zahlreichen Untersuchungs- und Strafgefangenen angenommen, um die in der Freiheit versäumten Schuldenregulierungen mit professioneller Unterstützung in geordnete Bahnen zu lenken. Kommt es während dieses Verfahrens zur Haftentlassung, hat der Entlassene die Möglichkeit, die Schuldnerberatung bei der Diakonie fortzusetzen. Bei Verlegungen werden die erstellten Unterlagen an den Schuldnerberater der aufnehmenden Anstalt weitergeleitet. Die Sozialberatung liegt ebenfalls in der Hand der Diakonie. Hierbei geht es um Unterstützung der Gefangenen u. a.bei der Wohnungssicherung während der Inhaftierung, um Kontakte zur Familie und im Wege der Entlassungsvorbereitung auch um Hilfe bei der Wohnungs- und Arbeitssuche. Auch hier besteht die Möglichkeit, nach der Entlassung die Sprechstunden bei der Diakonie aufzusuchen.

Im Anschluss begrüßte Diakoniepastor Thomas Nolte die Ministerin im Diakonischen Werk im Johanniskirchhof. Dort erläuterten die Fachkräfte der diakonischen Einrichtungen Details ihrer Arbeit im Strafvollzug und in der Nachsorge. Zusätzlich zu den bereits beschriebenen Leistungen bietet das Diakonische Werk unter anderem betreute Wohnungen für Haftentlassene an oder führt im Auftrag der Justiz die Vermittlung in gemeinnützige Arbeit zur Vermeidung der Vollstreckung von Ersatzfreiheitsstrafen, Stichwort “Schwitzen statt Sitzen”, sowie den Täter-Opfer-Ausgleich in Strafverfahren durch.

“”Alle diese Angebote tragen dazu bei, dass die in Schleswig-Holstein bundesweit niedrigste Inhaftierungsquote aufrechterhalten werden kann, indem Haftstrafen durch eine enge Begleitung der Straftäter vermieden oder verkürzt werden“, “sagte Sütterlin-Waack.” „Ein solches Zusammenspiel zwischen strafenden und helfenden Interventionen im Rahmen einer Sozialen Strafrechtspflege bietet nach kriminologischen Erkenntnissen die beste Gewähr dafür, dass Kriminalitätskarrieren unterbrochen und potentielle Opfer geschützt werden”.”