Silvesternacht sorgt für Brände und alkoholbedingte Delikte

2. Januar 2020 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Rheinland-Pfalz | Drucken

Zum Jahreswechsel sorgte vor allem wieder einmal verstärkter Alkoholkonsum für zahlreiche Polizeieinsätze in Rheinland-Pfalz. Die Polizei verzeichnete insgesamt im Vergleich zum Vorjahr eine rückläufige Zahl an Straftaten und Ordnungswidrigkeiten und einen weitgehend normalen Verlauf der Feiern in der Silvesternacht, trotz veranstaltungstypischer und insbesondere alkoholbedingter Delikte wie Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Beleidigungen.

Nach einer ersten Bilanz kam es im Land zu zahlreichen Bränden, die überwiegend auf fahrlässigen Umgang mit Feuerwerkskörpern zurückzuführen sind. Unter anderem verursachte in der Landeshauptstadt Mainz eine Silvesterrakete einen Balkonbrand in der Innenstadt, wodurch eine Fensterfront zu Bruch ging. In Koblenz-Neuendorf wurden fünf Müllcontainer in Brand gesetzt. Auch im Innern eines Nachbarschaftstreffs brannte es, zwölf Fensterscheiben des Treffs wurden eingeworfen.

In Weiden im Landkreis Birkenfeld geriet aus noch ungeklärter Ursache ein Einfamilienhaus in Brand. Das Feuer griff auf zwei angrenzende Wohnhäuser über. Alle drei Gebäude brannten komplett aus. Drei der acht Bewohner wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Der Gesamtschaden liegt im hohen dreistelligen Bereich.

In Kindsbach (Landkreis Kaiserslautern) kam es während einer privaten Silvesterfeier zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Eintreffende Polizeibeamte begegneten einer alkoholbedingt hoch aggressiven Stimmung, wurden beleidigt und angegriffen. Nach Einsatz von Pfefferspray wurden zwei Beschuldigte festgenommen. Ein Polizeibeamter musste im Krankenhaus behandelt werden. Vier Polizeibeamte erlitten Augenreizungen durch den Einsatz des Pfeffersprays.