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GdP Niedersachsen begrüßt Beschluss zum verschärften Waffenrecht

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen begrüßt den auf Initiative Niedersachsens gefassten Beschluss des Bundesrats zur Änderung des Waffengesetzes. „Damit wird es möglich, Waffenverbotszonen auch unabhängig von Kriminalitätsschwerpunkten einzurichten. Das ist ein richtiges Zeichen in Richtung all derjenigen, die meinen, gefährliche Messer mit sich herumtragen zu müssen und so das Sicherheitsgefühl der Menschen beeinträchtigen“, sagte der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff. „Wichtig ist dabei aber auch, dass Polizei und Justiz bei der Umsetzung des Gesetzes eng zusammenarbeiten. Wir setzen auf die abschreckende Wirkung spürbarer Strafen, damit letztlich weniger gefährliche Messer im öffentlichen Raum mitgeführt werden“.
Schilff weiter: „Wir sehen in der Mitnahme von Messern einen gefährlichen Trend, da sich in Sekundenbruchteilen lebensgefährliche Situationen entwickeln. Auch zum Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen ist es zwingend erforderlich, dass hier klare Kante gezeigt wird“. Angesichts offenbar zunehmender Messerangriffe hatte die GdP bundesweit bereits Anfang 2018 eine gesellschaftliche Grundsatzdebatte über wirksame Gegenmaßnahmen wie auch eine gesonderte Erfassung von Messerangriffen in der Polizeilichen Kriminalstatistik durchgesetzt.
Wichtig sei in dem Zusammenhang aber auch, die Präventionsarbeit zu verstärken. „Es muss darüber geredet werden, warum die Aggressivität in unserer Gesellschaft zunimmt. Wer ein Messer dabei hat, um sich zu verteidigen, dem ist oftmals nicht bewusst, dass er ganz schnell eine schwere Straftat begehen kann – bis hin zum Tötungsdelikt“, mahnte Schilff abschließend.