„Sicher Wohnen in Hessen“

22. Dezember 2019 | Themenbereich: Hessen, Innere Sicherheit | Drucken

Die Frankfurter Wohnungsbaugenossenschaft erhält die Auszeichnung für ein Bauprojekt in der Reichelstraße 17a in Frankfurt-Ginnheim.

„Wir haben Wohnungseinbrechern in Hessen den Kampf angesagt. Neben der Verbrechensbekämpfung gehört eine umfangreiche Präventionsarbeit zur Vermeidung von Wohnungseinbrüchen, Diebstählen, Vandalismus oder Gewalt im unmittelbaren Wohnumfeld zu den wichtigsten Aufgaben der hessischen Polizei. Dass diese Maßnahmen immer mehr fruchten, zeigt sich anhand der Kriminalstatistiken der vergangenen Jahre. Die Zahl der Wohnungseinbrüche nahm zuletzt um fast zehn Prozent ab. Zu diesen hervorragenden Werten tragen neben der Polizei auch gewerbliche Bauherren bei, die bereits in der Planungsphase eines neuen Wohnkomplexes gemeinsam mit der Polizei Überlegungen anstellen, wie die Sicherheit sowie das Miteinander der späteren Mieterinnen und Mieter erhöht werden kann. Das Gütesiegel ‚Sicher Wohnen in Hessen‘ dokumentiert diese erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Polizei und Wohnungswirtschaft“, sagte Innenminister Peter Beuth.

Bereits zum fünften Mal erhält die VBS das Gütesiegel „Sicher Wohnen in Hessen“ für ein Sicherheitskonzept, in das auch polizeiliche Erkenntnisse eingeflossen sind. Hierzu gehören überschaubare Wege auf dem Grundstück, geschützte und einsehbare Kinderspielplätze, einbruchsichere Wohnungen sowie Maßnahmen zur Steigerung des Miteinanders unter den Mieterinnen und Mietern.

„Sicheres Wohnen heißt Schutz vor Einbruch und Kriminalität. Viele unserer Wohnungsunternehmen engagieren sich bereits aktiv im Bereich der Kriminalprävention, um das Wohnen für die Mieter noch sicherer zu gestalten. Dabei stärken sie durch verschiedene Maßnahmen in den Wohnungen, im Wohnumfeld, in den Wohnquartieren oder auch im Bereich des Sozialmanagements, die objektive Sicherheitslage und das subjektive Sicherheitsempfinden der Mieter. Große Wirkungen sind dabei häufig ohne großen Aufwand zu erreichen. Der Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft und die in ihm organisierten Wohnungsunternehmen in Hessen arbeiten beim Thema Sicherheit Hand in Hand mit dem Innenministerium und der Polizei, damit Mieter in ihrem Zuhause unbeschwert wohnen können“, so Verbandsdirektor Dr. Axel Tausendpfund.

Hintergrund

Im Vergleich zum Jahr 2017 nahm die Zahl der Wohnungseinbrüche in 2018 um fast zehn Prozent ab. Die Anzahl der vollendeten Delikte (tatsächliche Einbrüche) sank auf den niedrigsten jemals gemessenen Stand von 4.081 Fällen und damit auf den niedrigsten Wert seit Bestehen der Polizeilichen Kriminalstatistik. Neben einem anhaltend hohen Kontrolldruck und einer erfolgreichen Länderkooperation mit täterorientierten Ermittlungen, setzt die hessische Polizei bewusst auf kostenlose kriminalpolizeiliche Beratungen für Bürgerinnen und Bürger. Insgesamt rund 8.000 dieser Informationsgespräche werden jährlich von Experten der Polizei hessenweit geführt. Mit der bundesweit einzigartigen Prognosesoftware KLB-operativ steht den Kolleginnen und Kollegen zudem ein effektives Computer-Programm zur Verfügung, um insbesondere Einbruchsserien frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden.