GdP Berlin begrüßt wichtigen Baustein im Kampf um Nachwuchs

13. Dezember 2019 | Themenbereich: Berlin, Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Am heutigen Freitag fand die Eröffnungsveranstaltung für einen neuen Wohnkomplex für Studierende der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) an der gut 15 Gehminuten entfernten Friedenhorster Straße statt. Dort stehen nach aktuellem Stand auch Wohnkapazitäten für 75 Kolleginnen und Kollegen bereit, die ein Studium für den gehobenen Polizeivollzugsdienst absolvieren. Die GdP begrüßt diese Möglichkeit und sieht in der Schaffung von Wohnraum einen wesentlichen Baustein bei der Gewinnung von Nachwuchs für die Berliner Polizei.

Bessere Ausgangsposition zur Nachwuchsgewinnung

„Wir freuen uns sehr, dass man mit berlinovo das Thema Wohnraum für Nachwuchskräfte bei Polizei und Feuerwehr spürbar vorantreibt und wir heute etwas gesehen haben, das uns in eine bessere Position beim Kampf um junge Menschen versetzt. Momentan haben wir noch ein paar Fragezeichen, speziell hinsichtlich der angedachten gesamtschuldnerischen Haftung, die sicher zahlreiche Interessierte abschreckt. Es ist aber ohne Zweifel ein richtiger Schritt und eine Umsetzung unserer Forderung, die vor allem durch das Engagement der Gesamt-Jugend- und Auszubildendenvertretung (GJAV) massiv vorangetrieben wurde“, so GdP-Landeschef Norbert Cioma am Freitagvormittag. Insgesamt stehen 50 Einzel- und 65 Doppelappartements im Bau zur Verfügung. Die Kosten betragen 380 Euro im Monat. Bei den Doppelappartements sollen die Mieter gesamtschuldnerisch haften, was auch nach Ansicht der GdP nicht tragbar ist. Man könne niemanden dafür bestrafen, wenn der Mitbewohnende, den man sich nicht selbst aussucht, Mietschulden anhäuft.

Erster Schritt, aber nur der Anfang

Die Appartements sind recht geräumig. Grundsätzlich sollen sie für eine Dauer von dreieinhalb Jahren angemietet werden und mit einer Frist von zwei Monaten kündbar sein. Ein Wohnberechtigungsschein ist zwingend erforderlich. Zum Gebäude gehören auch ein zentral gelegener Aufenthaltsraum sowie eine Waschküche. Wie der GdP-Landeschef freute sich auch die GdP-Landesjugendschriftführerin Melissa Kohsyk, die zugleich stellvertretende GJAV-Vorsitzende ist, über die neuen Wohnkapazitäten. „Wir haben im Rahmen unserer Umfrage bei den Auszubildenden und Studierenden festgestellt, dass das Thema bezahlbarer Wohnraum einen wesentlichen Schwerpunkt bei der Auswahl des Arbeitgebers ausmacht. Wir freuen uns, dass die HWR und die Polizeipräsidentin hier mit uns an einem Strang gezogen und das Thema in den letzten Monaten forciert haben. Der erste Schritt ist getan, aber es sollte jedem klar sein, dass das nur ein Anfang sein kann.“