Gewalt im Fußball: „Klare Sanktionen und härtere Strafen“

11. Dezember 2019 | Themenbereich: Hessen, Innere Sicherheit | Drucken

Gewalt, Drohungen und Respektlosigkeit gegenüber Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern haben im Amateurfußball nichts verloren und gehören genauso geächtet, wie das Abbrennen eintausend Grad heißer Pyrotechnik oder Gewaltausschreitungen in den Fankurven deutscher Fußballstadien. Dies betonte Innenminister Peter Beuth anlässlich eines Entschließungsantrags der Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen im Hessischen Landtag.

Prügelattacke gegen Schiedsrichter

„Die Bilder der Prügelattacke gegen einen 22-jährigen Schiedsrichter im hessischen Amateur-Fußball haben jeden Sportbegeisterten zurecht geschockt. Leider reißen die erschütternden Nachrichten über Gewalttaten gegen Schieds- und Linienrichter beim Amateurfußball nicht ab. Umso dringlicher ist es, dass Gewalttäter auf den Fußballplätzen nicht nur mit der Roten Karte, sondern mit langen Sperren durch den organisierten Sport rechnen müssen. Gewalt hat auf wie auch neben dem Fußballplatz nichts zu suchen. Der organisierte Sport muss dies durch klare Sanktionen und härtere Strafen jedem deutlich machen. Eine besondere Vorbildfunktion kommt auch dem Profifußball zu. Was dort vorgelebt wird, greifen Nachwuchsspieler und Amateure in den unteren Ligen auf. Respekt gegenüber unseren Schiedsrichtern und die klare Absage gegen jegliche Gewalt muss deshalb auch in der Bundesliga vorgelebt und vom DFB eingefordert werden“, betonte Peter Beuth.

Vor dem Hintergrund jüngster Attacken gegen Schiedsrichter, unter anderem Anfang November im hessischen Münster, hat der Hessische Sportminister auf der Innenministerkonferenz (IMK) in Lübeck in der vergangenen Woche für eine konsequentere Ahndung von Gewalttaten im Sport geworben. Darüber hinaus erzielten die Innenminister der Länder Einigkeit, dass das Abbrennen gefährlicher Pyrotechnik in Menschenmengen härter bestraft werden muss.

Mit den Werten des Sports unvereinbar

„Gewalt und Respektlosigkeiten sind mit den Werten des Sports unvereinbar. Dieses Verhalten hat weder etwas auf unseren Sportplätzen noch in ihrem Umfeld etwas verloren. Im Sport schuldet jeder nicht nur seinem Wettbewerber, sondern auch dem gegnerischen Trainer, dem Schiedsrichter oder den Unterstützern der anderen Seite Wertschätzung und Anerkennung. Außerdem sind die Orte an denen Sport zelebriert wird – ob Rasen, Fankurve oder Parkplatz – keineswegs rechtsfreie Räume“, unterstrich Peter Beuth.