Perspektiven

2. Dezember 2019 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Niedersachsen | Drucken

Immer wieder – nicht nur „gefühlt“: Die Arbeit nimmt zu, sie wird anspruchsvoller und immer komplexer, der Kolleginnen und Kollegen sind es zu wenige, und viele der erwarteten Neuzugänge kommen nach dem Studium bei uns nicht an. Wer macht die Arbeit?

Immer wieder und sehr kontrovers diskutiert: Freiwillige Verlängerung der Lebensarbeitszeit.

Dass die personelle Situation bei der Polizei Niedersachsen extrem angespannt ist, fällt unter „Binsenweisheit“. Die anstehende strategische Organisationsanpassung ist ohne Mehrbelastung nicht zu stemmen. Hinzu kommt der anstehende Generationswechsel. Kurzfristig könnten personelle Unterstützung und langjährige Erfahrung durch freiwillige Verlängerung der Lebensarbeitszeit gesichert werden.

Leider werden hierdurch die Berufsperspektiven der nachrückenden jüngeren Generationen angesichts der Besonderheiten des Stellenhaushaltes der Polizei aber eingeschränkt: Verlängert jemand seine Dienstzeit, können genauso lange die Nachzugsbeförderungen nicht genutzt werden!

Die derzeitige Personalnot darf nicht dazu führen, dass verdiente Beförderungen hinausgeschoben werden!

Der BDK Niedersachsen fordert, bei freiwilliger Verlängerung der Lebensarbeitszeit diese Planstellen außerhalb des regulären Stellenhaushaltes zu führen und die ursprüngliche Planstelle mit Erreichen des regulären Pensionsalters sofort für leistungsorientierte Beförderungen freizugeben!

Die Finanzmittel sind da: Eingespart durch Gehalt, Ausstattung und Sozialkosten der fehlenden Neuzugänge!