Finanzielle Wertschätzung in Zeiten destruktiver Personalpolitik

27. November 2019 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Saarland | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP), Landesbezirk Saarland, sieht die saarländische Polizei als den großen Verlierer der Sparmaßnahmen des Landes. So werden im Saarland zum Ende der Schuldenbremse nur noch 2.344 Polizistinnen und Polizisten ihren Dienst verrichten; 1.000 weniger als noch 1991. Dieser Umstand sorgt für eine erhebliche physische und psychische Überlastung des Personals.
Der Landesvorsitzende der GdP, David Maaß, hierzu: „Die destruktive Personalpolitik im Polizeibereich der letzten Jahre bringt meine Kolleginnen und Kollegen an ihre Belastungsgrenze. Die saarländische Polizei verzeichnet derzeit eine Landflucht im Bestandspersonal, sprich, etliche Beamtinnen und Beamte, die sich in die freie Wirtschaft oder in die Polizeien anderer Bundesländer wegbewegen möchten. Fehlende finanzielle Wertschätzung aufgrund der miserablen Besoldung sorgt zudem für enorme Unzufriedenheit in unseren Reihen.“

Die Landesregierung muss ihrer Polizei schleunigst eine Perspektive aufzeigen und erklären, dass die Polizeizulage Mitte 2020 dynamisiert und mit dem neuen Haushalt 2021 spürbar erhöht werden wird. Maaß weiter: „Die Bundespolizei wird ihre Polizeizulage zum 1. Januar 2020 auf 190 Euro/Monat erhöhen. Gepaart mit dem Umstand, dass Bundespolizistinnen und -polizisten bereits jetzt schon durchschnittlich 450 Euro mehr im Monat verdienen als saarländische Polizistinnen und Polizisten, wird hierdurch die Konkurrenzfähigkeit des Saarlandes ausgehebelt werden. Ich fordere CDU und SPD auf, der saarländischen Polizei die politische Absicht zu erklären, die Polizeizulage zum neuen Haushalt an die Zulage des Bundes anzugleichen. Gleiches Geld für gleiche Arbeit!“