Brandanschlag Stralsund – GdP MV: Menschen, die einem HELFEN, greift man nicht an!

27. November 2019 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

“Fassungslos und widerlich. Was kommt als nächstes? Und was hätte da noch alles in der Stralsunder Altstadt in Brand geraten können. Mit diesen Worten beschreibt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Mecklenburg-Vorpommerns, Christian Schumacher, seine ersten Gedanken zum feigen Brandanschlag auf Polizeifahrzeuge und Privatautos von Polizeibeschäftigten in der Hansestadt.
Nicht das erste Mal
„Vielleicht sorgt ja dieses Ereignis endlich für eine Erleuchtung bei einigen Politkern, Finanzexperten und geistigen Brandstiftern“, so Schumacher weiter. Schließlich ist es auch in Mecklenburg-Vorpommern nicht das erste Mal, dass Fahrzeuge der Polizei und ihrer Beschäftigten angegriffen werden. Ob die Äußerungen einiger Politiker über die Polizei mitschuldig für die Taten von solchen Chaoten sind, mag jeder für sich selbst beurteilen.

Zwar besuchen viele Politiker immer wieder Polizeidienststellen und fragen nach den Sorgen und Wünschen der Polizeibeschäftigten. Die dabei immer wieder angesprochene Parkplatzsituation hat aber noch keiner wirklich verbessert. Angeblich seien da die Damen und Herren im Finanzministerium schuld, die die dafür notwendigen Gelder nicht bereitstellen wollen.

Schumacher: „Gerade bei Neubauten der Polizei wäre es aber ein leichtes, für ausreichend Parkplätze zu sorgen. Aber vielleicht ist es ja wie einige behaupten finanziell günstiger, alle paar Jahre Polizeiautos abzuschreiben und auf eine Vollkaskoversicherung der Betroffenen zu setzen.“

„Das man als Polizist immer mehr und mehr zum Freiwild wird, scheint für viele normal zu sein. Ich kann und will das nicht akzeptieren. Die Polizei, ihre Beschäftigten und ihre Familien sind endlich wirksam vor Angriffen zu schützen und bei Angriffen angemessen zu entschädigen“, so Schumacher abschließend.