Zahl der Wohnungseinbrüche auf Rekord-Tief

21. November 2019 | Themenbereich: Hessen, Kriminalität | Drucken

Die Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen stand bei einer länderübergreifenden polizeilichen Kontroll- und Fahndungsmaßnahme im Fokus. 8.308 Personen und 5.085 Fahrzeuge wurden im Rahmen einer bewährten Zusammenarbeit der Polizeien aus Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz kontrolliert, 658 Straftaten festgestellt und 165 Personen vorläufig festgenommen.

Dank für den Einsatz der Beamten

„Ich danke den insgesamt 2.232 hessischen Beamtinnen und Beamten für ihren Einsatz gegen den Wohnungseinbruch. Durch diese länderübergreifenden Schwerpunktkontrollen und -fahndungen gehen wir konsequent gegen Einbrecher vor. Zugleich demonstrieren wir die Einsatzkraft der hessischen Polizei tragen zur Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bürgerinnen und Bürger bei. Die Bürger werden dadurch auch wachsamer und schützen sich besser vor Wohnungseinbrüchen. Der verbesserte Schutz der Wohnräume in Verbindung mit den verstärkten polizeilichen Maßnahmen haben in den letzten Jahren zu deutlich rückläufigen Einbruchszahlen gesorgt. Das ist ein Erfolg unserer ganzheitlichen Strategie aus Prävention, Repression und modernster Technik. Denn auch die bei der hessischen Polizei eingesetzte Prognose-Software klb-operativ trägt zum Erfolg unserer Polizei im Kampf gegen den Wohnungseinbruch bei“, sagt Innenminister Peter Beuth.

Bekämpfungsmaßnahmen zur „dunklen Jahreszeit“

In der „dunklen Jahreszeit“ erfolgen verstärkt Einbruchversuche. Deshalb startete die Polizei auch in diesem Jahr ihre Bekämpfungsmaßnahmen mit länderübergreifenden Schwerpunktfahndungs- und Kontrollaktionen. Dabei wurden vom 4.11.2019 bis 19.11.2019 im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zwischen Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz unter Beteiligung von Sachsen zum wiederholten Male Wohnungseinbrecher ins Visier genommen. „Die Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen hat bei uns höchste Priorität. Auch durch die Zusammenarbeit mit anderen Bundeländern halten wir den Druck auf Einbrecher hoch und erlangen weiterführende Ermittlungserkenntnisse“, so Peter Beuth.

Sieben Festnahmen auf frischer Tat in nur zwei Wochen

Beim Ausbaldowern eines Wohngebietes ertappten die eingesetzten Polizisten am 05.11.2019 zwei 31 und 32 Jahre alte Männer in Karben-Petterweil. Nach erfolgter Festnahme stellte sich heraus, dass die Verdächtigen wahrscheinlich auch für einen kurz vorher begangenen Einbruch in Ober-Wöllstadt verantwortlich sind.
Auch in Langgöns klickten die Handschellen. Hier konnte am 8.11.2019 ein Mann festgenommen werden, nachdem er mit einem noch unbekannten Mittäter ein Grundstück betreten und sich über den Balkon in ein Zweifamilienhaus begeben hatte.
Auf frischer Tat wurde am 14.11.2019 ein Einbrecher mit Schraubendreher und Handschuhen in seinen Händen auf der Terrasse eines Hauses in Frankfurt-Sachsenhausen erwischt.
In Hanau-Steinheim kam es ebenfalls zu einer Festnahme. Am 15.11.2019 wurde durch eine Zeugin gegen 09:48 Uhr über die 110 ein aktuelles Einbruchsgeschehen in einem Wohnhaus gemeldet. Obwohl der Tatverdächtige versuchte, sich im Dachgeschoss in einer Art Einbauschrank vor den Polizeibeamten zu verstecken, konnte der 40-Jährige noch im Haus festgenommen werden.
Ebenfalls am 15.11.2019 drang ein 49-Jähriger in ein Wohnhaus in Aßlar ein. Als ihn die anwesende Tochter bemerkte, flüchtete er und konnte jedoch in unmittelbarer Nähe festgenommen werden.
Am 17.11.2019 wurde in Taunusstein/Neuhof nach einem Wohnungseinbruchdiebstahl in einem Einfamilienhaus noch vor Ort ein 25-jähriger Mann festgenommen.
Neben Einbruchsdelikten konnten die eingesetzten Polizistinnen und Polizisten auch weitere Straftaten ahnden: abgelaufene Aufenthaltsgenehmigungen und Betäubungsmittel sowie Diebesgut gingen den Fahndern ebenfalls ins Netz.

Die Fahndungsaktion sowie öffentlichkeitswirksame Kontrollen, polizeiliche Beratungsangebote für Bürgerinnen und Bürger gehören ebenso zu Mitteln der Bekämpfung von Einbruchdiebstahl wie die Prognosesoftware „KLB-operativ“. Die Software leitet aus polizeilichen Datenbeständen räumliche und zeitliche Schwerpunkte im Bereich Wohnungseinbruchdiebstahl ab und erkennt damit Verhaltensmuster von reisenden Tätergruppen.