„Wir werden die Kriminalpolizei weiter stärken.“

21. November 2019 | Themenbereich: Hessen, Polizei | Drucken

Die Hessische Landesregierung hat in den vergangenen Jahren massiv in seine Kriminalpolizei investiert. Dies hob der Hessische Innenminister Peter Beuth auf dem Delegiertentag des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) in Wiesbaden hervor und dankte den Kriminalbeamten für ihren erfolgreichen Einsatz zur Kriminalitätsbekämpfung in Hessen.

Kriminalpolizei in Hessen sehr gut aufgestellt

„Die hessische Kriminalpolizei ist sehr gut aufgestellt und genießt völlig zu Recht bei den Bürgerinnen und Bürgern hohes Vertrauen und einen guten Ruf. Der erfolgreiche und professionelle Einsatz unserer Beamtinnen und Beamten wird durch historisch niedrigen Kriminalitätswerte und eine herausragend hohe Aufklärungsquote belegt. Um die erfolgreiche Arbeit der Kriminalbeamten weiter zu unterstützen, werden wir die Rahmenbedingungen weiter verbessern. Wir werden unsere Ermittlerinnen und Ermittler durch Personalzuwachs, bestmögliche Ausstattung, zusätzliches Fachpersonal und Beförderungsmöglichkeiten weiter stärken, damit sie sich weiterhin voll und ganz auf ihr Kerngeschäft, der Verhinderung und Bekämpfung von Verbrechen, konzentrieren können“, so Innenminister Peter Beuth.

Beruf wird anspruchsvoller und vielseitiger

Wie der Staatsminister betonte, sei der Beruf des Kriminalbeamten in den letzten Jahren anspruchsvoller und vielseitiger geworden. Neue Aufgaben und komplexe Deliktsfelder stellten immer größere Anforderungen an die Fachkommissariate, die von Kapital- über Staatsschutz- und Bandendelikten bis hin zu schwierigen Wirtschaftsstraftaten reichten. Für die Hessische Landesregierung sei der BDK, der gewerkschaftliche Berufsverband der Angehörigen der Kriminalpolizei und aller in der Kriminalitätsbekämpfung Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Hessen, ein wichtiger Berater. Er setzt sich bereits seit über 50 Jahren in Hessen für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Kriminalpolizei sowie die Verbesserung der präventiven und repressiven Kriminalitätsbekämpfung ein.

Der Innenminister hob in seinem Grußwort hervor, dass der Anteil der Kriminalbeamten am Polizeivollzugsdienst in den vergangenen zehn Jahren von 20,5 Prozent auf heute 24,4 Prozent spürbar angestiegen sei. Durch die 2.270 zusätzlichen Vollzugsstellen sowie die rund 120 bereits hinzugekommenen Stellen für Fachpersonal bei der Hessischen Polizei werde dieser Anteil bis zum Jahre 2025 weiter deutlich steigen. Neben der Fortführung der unterschiedlichsten Zulagen, beispielsweise für den Schichtdienst oder für operative Einheiten, wird ein weiteres Stellenhebungsprogramm mit dem Haushalt 2020 verabschiedet werden.

„Von der historischen Stärkung der Polizei in Hessen profitieren auch unsere über 3.400 Beamtinnen und Beamten der Kriminalpolizei. Sie nehmen einen besonderen Schwerpunkt unserer strategischen Planung ein, um Hessen noch sicherer zu machen“, so Innenminister Peter Beuth.

Hintergrund

Die Hessische Landesregierung investiert so viel Geld wie noch nie in den Bereich der Inneren Sicherheit. Während vor 20 Jahren nur 726 Millionen Euro für die Polizei im Haushalt zur Verfügung standen, liegt der Wert 2019 bei 1,6 Milliarden und damit mehr als doppelt so hoch. Mit 372.798 erfassten Straftaten wurde für Hessen 2018 die niedrigste Kriminalitätsbelastung seit fast 40 Jahren gemessen. Bei der so wichtigen Kennzahl über die Kriminalitätsbelastung, der sogenannten Häufigkeitszahl, die Auskunft darüber gibt, wie viele Straftaten im Verhältnis zu 100.000 Einwohnern erfolgt sind – und somit eine gewisse Vergleichbarkeit ermöglicht, steht Hessen im bundesweiten Vergleich nach 2017 erneut auf dem dritten Platz.