Viertes Fanmarschverbot in dieser Saison – Innensenator: “Es ist mit gewalttätigen Auseinandersetzungen zu rechnen”

21. November 2019 | Themenbereich: Bremen, Innere Sicherheit | Drucken

Da die Polizei Bremen am kommenden Sonnabend (23.11.2019) bei dem Bundesligaspiel SV Schalke 04 gegen SV Werder Bremen von einem erhöhten Gewaltpotenzial ausgeht, hat der Senator für Inneres heute per Erlass eine Allgemeinverfügung gegen ein Fanmarschverbot angeordnet. Damit ist es den anreisenden Anhängern des Gästeclubs untersagt, zu Fuß durch die Innenstadt zum Stadion zu gehen. Stattdessen werden kostenlose Busshuttle für die mit der Bahn anreisenden Gäste aus Gelsenkirchen vom Bremer Hauptbahnhof zum Weserstadion und zurück durchgeführt. Innensenator Ulrich Mäurer dazu: “Diese Vorgehensweise hat sich auch schon bei den Werder-Heimspielen gegen den HSV und Hannover 96 bewährt.” So habe die Polizei die aktive Gästefanszene in den Shuttlebussen unter Kontrolle und verhindere damit Ausschreitungen in der Bremer Innenstadt.

Zur Begegnung zwischen Schalke und Werder am kommenden Sonnabend werden nach Angaben der Polizei ca. 1.200 Gästefans erwartet, darunter 340 Personen der Kategorie B (gewaltbereit) und 55 Personen der Kategorie C (gewaltsuchend). “Daher ist mit an Sicherheit grenzendender Wahrscheinlichkeit mit gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den feindschaftlichen Fangruppierungen zu rechnen”, erklärt Mäurer. Von diesen Auseinandersetzungen wären auch unbeteiligte Dritte gefährdet. Das gelte es zu verhindern.