BDK zum anstehenden Wechsel der Hausleitung im brandenburgischen Innenministerium

16. November 2019 | Themenbereich: Brandenburg, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Mit der Wahl zum 9. Landtag Brandenburgs am 1. September 2019 stehen nun in der Folge Veränderungen in der Hausleitung des Ministeriums des Innern und für Kommunales an. Minister Karl-Heinz Schröter und Innenstaatsekretärin Katrin Lange (beide SPD) werden, der medialen Berichterstattung zu Folge, in der kommenden Woche abgelöst. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) möchte die Gelegenheit nutzen, sich hiermit bei beiden für ihre Tätigkeit und Engagement aufrichtig zu danken.

Besonders hervorzuheben ist dabei zum einen, dass unter der Führung von Minister Schröter der Personalabbau endgültig gestoppt und die einstige Zielzahl der Polizeivollzugsbeamten im Land auf knapp 8.300 aufgestockt wurde. Damit ist zwar noch nicht die Ausgangsgröße von einst 8.900 Polizeibeamten erreicht. Dennoch ist eine Trendwende eingeleitet, die der BDK für richtig und notwendig erachtet; dieser Weg ist weiter zu gehen, um die Ausgangslage wieder herzstellen.

Zum anderen hat Minister Schröter für die Kriminalpolizei im Land den Grundstein für eine längst überfällige qualitative Weiterentwicklung gelegt. Die Rede ist von der Einführung des Masterstudienganges für Kriminalistik. Seit knapp drei Jahrzehnten wurden keine ´waschechten` Kriminalisten in Brandenburg mehr ausgebildet. Dies hat bedauerlicherweise Spuren hinterlassen und wird nun mit dem Masterstudiengang ein Stückweit aufgefangen. Der BDK bezeichnete die Einführung des Masters Mitte dieses Jahres als „Quantensprung“, was die Bedeutung der Sache unterstreichen soll.

Bezüglich dieser Ausrichtung auf ausreichend Personal und mehr Fachlichkeit setzt der BDK nun große Hoffnungen in das neue Führungsduo. Der Berichterstattung folgend, sollen Michael Stübgen neuer Innenmister werden und Klaus Kandt neuer Innenstaatsekretär (beide CDU). Michael Stübgen ist für viele im Landesvorstand ein neues Gesicht. Bei Klaus Kandt sieht dies ganz anders aus – er war u.a. Polizeipräsident sowohl in Potsdam, als auch in Frankfurt (Oder). Somit erwartet der BDK einen Fachmann und verlässlichen sowie kompetenten Ansprechpartner in Sachen innere Sicherheit und wird in naher Zukunft auf das neue Duo zugehen und den Dialog suchen. Der BDK steht als gewerkschaftlicher Fachverband für alle kriminalpolitischen und kriminalpolizeilichen Themen zur Verfügung und wird auch wenig nötig, den Finger in Wunde legen und seine Forderungen kompetent und sachlich vortragen. Der BDK sieht dem positiv entgegen und freut sich auf eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Zugleich wünschen wir Herrn Schröter und Frau Lange alles Gute!