Gewalt auf dem Fußballplatz ist nicht akzeptabel

11. November 2019 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Rheinland-Pfalz | Drucken

Sportminister Roger Lewentz unterstützt die Aufforderung der Sportministerkonferenz (SMK) an die Fußballverbände, Gewalt gegen Schiedsrichter schärfer zu ahnden. Die SMK hat bei ihrer Tagung jede Art von Gewalt bei Fußballspielen und insbesondere jede Form der verbalen und körperlichen Gewalt gegenüber Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern aufs Schärfste verurteilt.

„Die zunehmenden Übergriffe, bei denen in jüngster Zeit auch häufiger erhebliche körperliche Gewalt mit im Spiel war, sind nicht nur absolut inakzeptabel, sondern müssen neben strafrechtlichen Konsequenzen auch deutlich spürbare Sanktionen durch die Verbände haben“, sagte Lewentz bei der heutigen Sportministerkonferenz in Bremerhaven.

Die SMK sieht die Deutsche Fußball-Liga, den Deutschen Fußball-Bund und seine Regional- und Landesverbände in der Pflicht, eine stärkere Verantwortung bei Fällen von Gewalt und Beleidigungen bei Sportveranstaltungen insbesondere gegenüber den insgesamt rund 70.000 Schiedsrichtern zu übernehmen. Lewentz dankte ausdrücklich den Frauen und Männern im Schiedsrichteramt, ohne die der Fußballsport in Deutschland nicht möglich wäre.

Notwendig ist es aus Sicht der SMK, eine Anpassung des Regelwerks – vergleichbar mit anderen Mannschaftssportarten – zu prüfen, um die Stellung der Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter wieder zu stärken. Ein verschärftes Strafmaß könne von höheren Geldstrafen für betroffene Vereine bis zu verpflichtenden Ordnerabstellungen zum Schutz von Schiedsrichtern bei Risikospielen reichen, so Lewentz. Gleichzeitig sollten auch Individualstrafen von Gewalttätern, wie beispielsweise ein sofortiger dauerhafter Ausschluss von Gewalttätern vom Spielbetrieb, geprüft werden.

Lewentz schlug der Sportministerkonferenz vor, sich des Themas der zunehmenden Übergriffe und notwendiger Reaktionen darauf bei der nächsten Zusammenkunft vertieft anzunehmen.

Der Minister begrüßte ausdrücklich das Schreiben des neuen DFB-Präsidenten Fritz Keller und seines Vorstandes an die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter des Fußballverbandes, in dem die Übergriffe verurteilt und eine konsequente Bestrafung im Rahmen der Sportgerichtsbarkeit gefordert wird.