Sicherheit an Flughäfen ist Terrorbekämpfung und gehört in staatliche Hand!

1. November 2019 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Der Rückzug der Sicherheitsfirma Kötter aus den Verträgen für die Sicherheitskontrollen am Düsseldorfer Flughafen ist ein alarmierendes Signal für das gesamte Sicherheitskonzept der Luftsicherheit an deutschen Verkehrsflughäfen.

Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft warnt bereits seit Jahren vor dem Kollaps privater Si-cherheitsunternehmen, die für den Bund diese Aufgabe wahrnehmen.
„Die Sicherheit der Passagiere hat für uns oberste Priorität!“, betont der Bundesvorsitzende der DPolG Bundespolizeigewerkschaft Heiko Teggatz. Dieses kann nach Auffassung der Gewerkschaft nur mit motivierten und gut bezahlten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern er-reicht werden.
„Gut ausgebildete Kräfte mit einer guten Bezahlung bei einem krisensicheren Arbeitgeber sind Grundvoraussetzung für Personal, welches in der Terrorbekämpfung eingesetzt ist!“, so der Gewerkschaftschef weiter.

Aus diesem Grund fordert die Gewerkschaft die Gründung einer staatlichen Sicherheitsgesellschaft nach dem bayerischen Modell.
Nur ein „non profit“-Unternehmen wird zukünftig in der Lage sein, diesen hohen Ansprüchen an die Luftsicherheit zu entsprechen. Personalauswahl, Fortbildung und Bezahlung lägen dann in staatlicher Hand!
Als völlig weltfremd bezeichnete Teggatz politische Forderungen nach einer 100%igen Verstaatlichung aller Luftsicherheitsmaßnahmen in Deutschland. „Auch wenn die hoheitlich handelnden Luftsicherheitskontrollkräfte zwingend den Staat als Arbeitgeber haben müssen, so würde eine weitergehende Privatisierung bei der Beschaffung und Konfiguration der Kontrolltechnik durchaus Sinn machen und zur Modernisierung, Beschleunigung und Effizienzsteige-rung der Kontrollstellen beitragen.“