Peter Beuth zur Prügelattacke auf einen Schiedsrichter im hessischen Münster

30. Oktober 2019 | Themenbereich: Hessen, Innere Sicherheit | Drucken

„Die Bilder von der Prügelattacke gegen einen 22-jährigen Schiedsrichter im hessischen Amateur-Fußball haben mich schockiert. Der Schiedsrichter hat sich ehrenamtlich dafür eingesetzt, dass ein fairer und regelkonformer Spielablauf in der Amateur-Liga stattfinden kann. Für diesen Einsatz wurde er bewusstlos geprügelt. Ich hoffe, dass er sich von dieser Attacke schnell und vollständig wieder erholt.

Wenn wir weiterhin ehrenamtliches Engagement in unseren Vereinen und für unseren Sport haben wollen, muss eine solche Tat von allen Verantwortlichen im Fußball klar geächtet werden. Für mich kann daher nach einer solchen Tat neben einer konsequenten rechtsstaatlichen Bestrafung des Täters nur eine lebenslange Sperre für den organisierten Fußball die Konsequenz sein. Damit jedem Spieler klar wird, dass eine Tätlichkeit gegen einen Schiedsrichter nicht nur die Rote Karte, sondern auch den Rausschmiss aus dem Vereinssport bedeutet.

Ich werde in der nächsten Woche meine Forderung nach einer lebenslangen Sperre für prügelnde Spieler und die besondere Achtung unserer Schiedsrichter auch auf der Sportministerkonferenz thematisieren. Davon erhoffe ich mir, dass deutschlandweit ein Signal an die Sportfamilie ausgesendet wird: Solche Prügelattacken gehören vom organisierten Sport geächtet. Eine besondere Vorbildfunktion kommt dabei dem Profifußball zu. Was dort vorgelebt wird, spiegelt sich in den unteren Ligen wider. Respekt gegenüber unseren Schiedsrichtern muss auch in der Bundesliga vorgelebt und vom DFB eingefordert werden. Unser Amateur-Fußball lebt davon, dass sich ehrenamtliche Schiedsrichter jedes Wochenende für diesen Sport engagieren. Dafür verdienen sie Anerkennung und Respekt.“