Sport statt Gewalt: Erstmals Sonderpreis für Sportvereine

23. Oktober 2019 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Schleswig-Holstein | Drucken

Beginnend ab dem Jahr 2020 sollen einmal jährlich Sportvereine aus Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet werden, die sich über ihre eigentliche sportliche Tätigkeit hinaus in besonderer und nachahmenswerter Weise auch um die Vorbeugung und Verhinderung von Gewalt und Kriminalität verdient machen. Bis zum 1. Dezember 2019 können Bewerber ihre Vorschläge für die Verleihung des Sonderpreises „Sport statt Gewalt“ einreichen, der vom Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung Mecklenburg-Vorpommern (LfK M-V) in Kooperation mit dem Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern verliehen wird.

Innenminister Lorenz Caffier: „Sportvereine stehen in unserem Land ganz oben als gesellschaftlicher Integrationsfaktor, gerade auch für unsere Jugend! Sporttreiben in der Gemeinschaft und im Verein vermittelt Orientierung, Bindung, Toleranz, fairen Umgang und Akzeptanz von Regeln!“.

Sport kann ein Lösungsweg sein, um Konflikte zu beenden und Spannungen abzubauen. Er kann auch dazu dienen, Regeln und Werte zu erlernen, die nicht oder nicht ausreichend vermittelt worden sind. Dabei können sehr viele Sportarten das Mittel zum Zweck sein. Ob Mannschaftssport in Ballsportarten, Leichtathletik, Segeln und Rudern, aber auch Kampfsport und Kampfkunst oder Abenteuer-, Erlebnis- oder Risikosportarten angeboten werden, ist dabei nicht so wichtig.

„Ich unterstütze diesen Aufruf, weil Sportangebote eine gewaltpräventive Wirkung haben“, so Minister Caffier. „Sie bieten vor allem Jugendlichen ein attraktives, pädagogisch begleitetes Freizeitangebot, sie vermindern Gelegenheitsstrukturen für Jugendgewalt und sie stärken die Persönlichkeit. Und außerdem macht es einfach Freude und Spaß, zusammen zu gewinnen oder auch zu lernen, wie man gemeinsam Niederlagen bewältigt. Ich freue mich auf viele Vorschläge aus dem ganzen Land!“

Die maximal fünf Preisträger erhalten jeweils eine Anerkennungsurkunde und eine Geldprämie. Dafür stellt der LfK ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 5.000 Euro zur Verfügung.