Experte für Clankriminalität wird neuer Inspekteur der Polizei

9. Oktober 2019 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Polizei | Drucken

Michael Schemke wird neuer Inspekteur der nordrhein-westfälischen Polizei. Das hat das Landeskabinett am 8. Oktober 2019 auf Vorschlag von Innenminister Herbert Reul beschlossen. „Mit Michael Schemke übernimmt ein erfahrener Praktiker, der konsequent auf die Einhaltung von Recht und Gesetz durch Kontrollen und Präsenz setzt. Ich wünsche Michael Schemke viel Erfolg für seine verantwortungsvolle Aufgabe“, sagte Reul. Schemke tritt die Nachfolge von Bernd Heinen an, der altersbedingt zum Ende des Monats in den Ruhestand geht. Als Inspekteur der Polizei wird er für rund 30.000 Uniformierte der Schutzpolizei in Nordrhein-Westfalen zuständig sein.
Michael Schemke ist 58 Jahre alt und seit mehr als 40 Jahren Polizist. Zuletzt leitete er eines der beiden Einsatzreferate in der Polizeiabteilung des Innenministeriums. Vorherige Stationen waren unter anderem das Polizeipräsidium Krefeld, wo er als Leiter der Direktion Gefahrenabwehr auch den Polizeipräsidenten vertrat, und das Polizeipräsidium Essen. Dort war er Chef der Spezialeinheiten. Schemke hat sich vom Polizeiwachtmeister innerhalb der Polizei hochgedient. „Die Kolleginnen und Kollegen auf der Straße garantieren die Sicherheit der Menschen in Nordrhein-Westfalen. Sie in ihrer Arbeit zu unterstützen, ist meine wichtigste Aufgabe in dieser neuen Funktion. Das erfüllt mich mit Stolz, und ich freue mich riesig darauf“, sagte Schemke. Zuletzt lag Schemkes Arbeitsschwerpunkt in der Ausarbeitung und Umsetzung einer Strategie zur Bekämpfung der Clankriminalität. Hierbei setzte er auf eine „Null-Toleranz-Linie“ und verfolgte konsequent die „Strategie der tausend Nadelstiche“ gegen die Mitglieder krimineller Clans in Nordrhein-Westfalen.
Michael Schemke hat zwei erwachsene Söhne, einer von ihnen ist ebenfalls Polizist.