Einstellung von IT-Nachwuchskräften bei der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern

30. September 2019 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Polizei | Drucken

Der Bedarf an IT-Fachkräften ist nicht nur in vielen Unternehmen sehr groß, sondern auch durch die Digitalisierung in vielen Bereichen der Polizeiarbeit auch in der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern. Sowohl der alltägliche Betrieb als auch die ständige Weiterentwicklung der Informationstechnik und der damit verbundenen Erweiterung der Tätigkeitsfelder benötigt qualifiziertes Personal. Aufgrund dessen wurde durch das Ministerium für Inneres und Europa Mecklenburg-Vorpommern eine Strategie entwickelt, um adäquates Personal für die Landespolizei zu finden und halten zu können.

Mit einer öffentlichen Stellenausschreibung im Dezember 2018 wurde IT-Interessierten erstmalig die Möglichkeit eröffnet, im Rahmen eines praxisintegrierenden dualen IT-Studiums in der Landespolizei tätig zu werden. Um einen besonderen Anreiz hierfür zu schaffen, wurde die Einstellung in ein Beschäftigungsverhältnis bereits zum Zeitpunkt der Aufnahme des Studiums in Aussicht gestellt, wofür ein Entgelt in Anlehnung an den Tarifvertrag für Auszubildende der Länder in Ausbildungsberufen nach dem Berufsbildungsgesetz (TVA-L BBiG) gezahlt wird.

Das der Ausschreibung folgende Auswahlverfahren wurde durch das Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz M-V (LPBK M-V) durchgeführt. Insgesamt 18 IT-Fachkräfte konnten eingestellt werden, die zum 1. September 2019 bzw. zum 1. Oktober 2019 ihr Studium an den Hochschulen Wismar und Stralsund sowie an der Universität Rostock antraten. Die Studiengänge reichen von der (Wirtschafts-)Informatik über IT-Sicherheit, Angewandte Informatik, Elektrotechnik bis hin zur IT-Forensik, wobei der überwiegende Teil der eingestellten Nachwuchskräfte im 1. Fachsemester beginnt, aber auch Studentinnen und Studenten höherer Semester wurden bei der Auswahlentscheidung berücksichtigt.

Innenminister Lorenz Caffier: „Die in den Polizeibehörden des Landes zu absolvierenden Praxisphasen, die in der vorlesungsfreien Zeit stattfinden, verfestigen die im Studium erworbenen Kenntnisse der Studierenden. So werden sie von Beginn an auf ihre spätere Verwendung innerhalb der Landespolizei optimal vorbereitet.“

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Bachelorstudiums, in der Regel nach sieben Semestern, werden die Absolventinnen und Absolventen in den verschiedenen IT-Bereichen des LPBK M-V, des Landeskriminalamtes M-V und der Polizeipräsidien Rostock und Neubrandenburg arbeiten. Sie werden in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis übernommen oder bei Vorliegen der Voraussetzungen unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Probe eingestellt. Zu einer vierjährigen Tätigkeit bei der Landespolizei haben sich die Studierenden bereits zum Zeitpunkt der Einstellung verpflichtet.

„Auf lange Sicht kann es somit gelingen, qualifiziertes Personal zu gewinnen und dieses aufgrund der vorteilhaften Kombination aus Theorie und Praxis im Rahmen des praxisintegrierenden dualen Studiums bedarfsorientiert auszubilden, um dem stetigen Personalbedarf im IT-Bereich der Landespolizei entgegenzuwirken“, ist Minister Caffier überzeugt.