Polizisten konnten über neuen Streifenwagen mitentscheiden

24. September 2019 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßt die heute von Innenminister Herbert Reul (CDU) bekannt gegebene Entscheidung, die Polizei in NRW in Zukunft neben dem Ford S-Max auch mit der Kurzversion des Mercedes Benz Vito als neuem Streifenwagen auszustatten. „Wir haben immer gefordert, dass die Polizistinnen und Polizisten, die jeden Tag mit dem Streifenwagen unterwegs sind, bei der Auswahl des Fahrzeugs beteiligt werden, denn es geht um ihren Arbeitsplatz. Dieser Forderung ist das Innenministerium gefolgt“, lobte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens das Verfahren zur Auswahl des neuen Streifenwagens. Positiv bewertet die GdP zudem, dass die Polizeibehörden zwischen zwei Modellen wählen können. „Nicht jedes Auto ist für jede Einsatzsituation geeignet“, betonte Mertens. „Deshalb fordern wir schon seit Längerem eine größere Modellvielfalt bei der Polizei.“
Die neuen Streifenwagen sollen bis Mitte 2021 nach und nach den bisher bei der NRW-Polizei genutzten BMW 318 Touring ablösen, der zwar als technisch ausgereift gilt, sich aber wegen der niedrigen Einstiegsposition und der geringen Zuladefähigkeit als ungeeignet für den Einsatz als Streifenwagen erwiesen hat. Von den 2156 neuen Streifenwagen entfällt ein Drittel auf den Ford S-Max, ein weiteres Drittel auf den Mercedes Vito. Beim restlichen Drittel können die 47 Kreispolizeibehörden in NRW selber entscheiden, welches der beiden neuen Fahrzeuge vor Ort genutzt werden soll. Dadurch will das Innenministerium den regional unterschiedlichen Anforderungen besser gerecht werden.

Parallel zu den 2156 neuen Streifenwagen erhält die Polizei in NRW in den kommenden drei Jahren zudem rund 900 neue Zivilfahrzeuge. Hier ist eine große Typenvielfallt vorgesehen, um die Zivilfahrzeuge der Polizei nicht sofort erkennbar zu machen. „Es ist gut, dass auch der zivile Fahrzeugpark, der vor allem von der Kripo genutzt wird, in den nächsten Jahren runderneuert wird, damit die Polizei in allen Arbeitsbereichen über Fahrzeuge verfügt, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen“, betonte Mertens. „Auch wenn es bei einzelnen Funktionen, wie dem Einbau von Standheizungen und von Fahrassistenzsystemen durchaus noch Verbesserungsbedarf gibt, stimmt auch hier die Richtung.“