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100 Jahre JVA Kiel

Die Justizvollzugsanstalt Kiel feiert ihr 100jähriges Bestehen. Bei einer Feierstunde in der JVA heute (23. September) ging Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack unter anderem auf die zahlreichen Entwicklungen seit der Inbetriebnahme ein: “”Im Laufe der Jahrzehnte gab es an der JVA immer wieder bauliche Aktivitäten, ab den 1980er Jahren erfolgten große und wesentliche Veränderungen, von denen ich einige nennen möchte: 1986 wurde das ursprünglich in klassischer Galeriebauweise mit durchbrochenen Geschossdecken angelegte Zellenhaus in weiten Teilen mit durchgehenden Geschossdecken versehen. 1992 wurde ein Werkstattneubau mit 80 Arbeitsplätzen und einer Küche fertiggestellt, 1999 eine Freigängerabteilung. Ab 2000 wurde die Bausubstanz auch dieser Anstalt saniert und modernisiert, wodurch die Unterbringungssituation für Gefangene wie Beschäftigte deutlich verbessert wurde, unter anderem durch neue Diensträume. Fast 17 Millionen Euro wurden schon in die JVA Kiel investiert. Aktuell läuft noch die Umgestaltung des Freistundenhofes mit Errichtung einer neuen Mauer, die mit der Fertigstellung der Sporthalle komplettiert sein wird””, erklärte Sütterlin-Waack.

Im September 1919 wurde die JVA Kiel mit 365 Plätzen in Betrieb genommen, 48 Haftplätze waren für Frauen vorgesehen. Heutzutage ist die Anstalt in Kiel eine von sieben Justizvollzugseinrichtungen des Landes. Aktuell verfügt sie über 268 Haftplätze (nur für Männer), davon 17 Haftplätze im offenen Vollzug. Die JVA Kiel vollstreckt Freiheitsentziehungen aus den Landgerichtsbezirken Kiel, Flensburg und Itzehoe. Sie ist zuständig für den Regelvollzug bis zu vier Jahren, den Erstvollzug bis zu zwei Jahren, den Vollzug von Ersatzfreiheitsstrafen sowie für den Vollzug der Zivilhaft. Darüber hinaus gibt es acht Plätze für Untersuchungsgefangene, die für Termine nach Kiel überstellt sind.