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Länderübergreifende Verkehrssicherheitsaktion „sicher.mobil.leben“ gestartet

Seit heute Morgen (Donnerstag, 12. September, 06:00 Uhr) beteiligt sich Niedersachsen an der länderübergreifenden Aktion „sicher.mobil.leben“ zum Thema „Brummis im Blick“. Rund 480 niedersächsische Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte werden bis zum späten Abend an mehr als 70 Kontrollstellen auf Niedersachsens Straßen im Einsatz sein, um insbesondere auf die gewerblichen Verkehre bei LKW, Bussen, Transportern und vergleichbaren Fahrzeugen zu achten. Mit dabei sind an vielen Orten auch der Zoll und das Bundesamt für Güterverkehr.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt: „Wir wollen mit dieser Aktion über die Gefahren im Straßenverkehr informieren, Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer aufklären sowie für mehr Verständnis und Rücksicht auf unseren Straßen werben. Jeder weiß, dass Waren und Güter ihr Ziel oft nur über die Straße erreichen können und Lkw-Fahrer dabei großem Zeit- und Kostendruck ausgesetzt sind. Auf der anderen Seite mag keiner endlose Lkw-Schlangen auf der rechten Spur oder die sogenannten Elefantenrennen. Wir sprechen deshalb heute beide Seiten an: die Frauen und Männer in den Führerhäusern sowie die Autofahrerinnen und -fahrer. Begleitend dazu gibt es breit angelegte Präventionsaktionen.“

Ob auf Niedersachsens Autobahnen, im ländlichen Bereich oder auf innerstädtischen Straßen und Plätzen: Die Niedersächsische Polizei ist heute überall im Land präsent, um zu kontrollieren und auf die Gefahren rund um den gewerblichen Verkehr hinzuweisen.

Bereits seit Jahren führt die niedersächsische Polizei gemeinsam mit ihren Partnern in der Verkehrssicherheitsarbeit vielfältige Maßnahmen und Kampagnen durch, bei denen verstärkt über die Gefahren rund um den gewerblichen Güter- und Personenverkehr hingewiesen wird. Beispielhaft sind dazu Aktionen rund um die Themen Sicherheitsabstand, toter Winkel, Fahrerassistenzsysteme, Ablenkung, Überladung, Ladungssicherung, Arbeitszeit und Ruhepausen zu nennen.

2018 hat die Polizei Niedersachsen 417 Todesopfer im Straßenverkehr gezählt. Insgesamt waren bei 94 Verkehrsunfällen mit tödlichem Ausgang Lkw involviert. In der Hälfte der Fälle wurden die Verkehrsunfälle auch von den Lkw-Fahrenden verursacht. Busse waren in drei tödliche Verkehrsunfälle verwickelt; in zwei Fällen als Hauptverursacher. Dabei ist ein Businsasse getötet worden.

Der Präsident der Landesverkehrswacht Niedersachsen, Heiner Bartling, sagt: „Der heutige Straßenverkehr stellt hohe Anforderungen an die Lkw-Fahrer und viele haben es eilig, müssen Termine einhalten. Ablenkung, Übermüdung und vor allem ein zu geringer Abstand sind die häufigsten Ursachen für Lkw-Unfälle. Weil die Folgen bei Unfällen unter Beteiligung von LKW gravierend sein können, muss es das gemeinsame Ziel aller sein, diese zu verhindern. Mit ‚Brummis im Blick‘ richtet der länderübergreifende Aktionstag dieses Jahr sein Augenmerk verstärkt auf den LKW-Verkehr. Dabei leisten Kontrollen einen wichtigen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit.“

Mathias Krage, der Präsident des Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) e. V., ergänzt dazu: „Die Unterstützung unserer LKW-Fahrer durch Assistenzsysteme wurde in den letzten Jahren immer besser. Trotzdem wird durch das steigende Verkehrsaufkommen die gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer immer wichtiger. Jeder sollte nicht zuerst auf sein Recht pochen, sondern Achtsamkeit und Vorsicht walten lassen. Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass die Tote-Winkel-Schulungen im Rahmen der Verkehrserziehung unserer Kinder nicht vernachlässigt werden dürfen.“

Insgesamt kontrollierte die Polizei in Niedersachsen am heutigen Tag in den ersten Stunden mehr als 220 Lkw-Fahrende. Dabei sind bisher 290 Anzeigen gefertigt worden. Am häufigsten wurden Verstöße gegen die Vorgaben zu Geschwindigkeit und zu den Arbeits- bzw. Ruhezeiten geahndet. Aber auch Verstöße in den Bereichen der technischen Vorgaben, der Ladungssicherung und der Ablenkungen wurden angezeigt.

Zwei Fahrzeugführende müssen in der Folge mit einem Fahrverbot rechnen und bei 13 Fahrzeugen wurde die Weiterfahrt untersagt.

Die Polizei und ihre Partner setzen sich weiter für mehr Sicherheit im Straßenverkehr ein; die Kontrollen der Polizei am heutigen Tag werden bis in die späten Abendstunden fortgesetzt.