Innenminister Beuth spricht im Landtag zum Katastrophenschutz

5. September 2019 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz, Hessen | Drucken

Hessen misst dem Katastrophenschutz eine herausragende Bedeutung für den Schutz der Bürgerinnen und Bürger bei. Dies betonte Innenminister Peter Beuth anlässlich eines Entschließungsantrags der Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen im Hessischen Landtag.

„Die Sicherung des Katastrophenschutzes in Hessen wird fast ausschließlich von ehrenamtlich tätigen Personen wahrgenommen. Ohne sie wäre ein flächendeckender, schlagkräftiger und schneller Schutz der Bevölkerung nicht möglich. Damit das Ehrenamt im Katastrophenschutz trotz steigender Anforderungen im Beruf und knapper werdender Freizeit erhalten bleibt, braucht es Rückendeckung, Respekt, Verständnis und Unterstützung. Die Hessische Landesregierung drückt ihre Wertschätzung für die Helferinnen und Helfer im Katastrophenschutz auf vielfältigste Art und Weise und über eine Fülle von Maßnahmen aus. Heute verfügt der Hessische Katastrophenschutz dank der vielfältigen Förderungs- und Unterstützungsleistungen des Landes über die umfangreichste und modernste Ausstattung aller Zeiten“, so Innenminister Peter Beuth.

Die Sicherung des Katastrophenschutzes in Hessen wird fast ausschließlich von ehrenamtlich tätigen Personen wahrgenommen. 23.000 Helferinnen und Helfer in mehr als 680 Einheiten sowie über 3.300 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) sind zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger aktiv. Sie leisten auch unterhalb der Katastrophenschwelle einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung des integrierten Hilfeleistungssystems im Land.

„Wirtschaft trifft Blaulicht“

Um die Zukunft des Katastrophenschutzes in Hessen langfristig zu sichern, hat das Land sein Engagement im Bereich der Ehrenamtsförderung in den vergangenen Jahren weiter vorangetrieben. Eine Vielzahl von Programmen und Projekten wurden umgesetzt, mit denen das Ehrenamt und damit die Bereitschaft sich zu engagieren maßgeblich gestärkt wurde.

Bereits seit dem Jahr 2016 fördert das Hessische Innenministerium in Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrverband Hessen sowie den Hilfsorganisationen im Katastrophenschutz den Austausch zwischen Unternehmen und den Organisationen im Katastrophenschutz mit der Initiative „Wirtschaft trifft Blaulicht“. Ziel ist die bessere Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf durch verbesserte Bedingungen für Arbeitgeber und -nehmer. Auf dieser Initiative basiert nun auch die neue Kampagne „1+1=2 – Eine starke Verbindung“. Mit dieser will das Land die Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf stärken, aber auch unterstreichen, welchen besonderen Mehrwert ehrenamtlich engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre Arbeitgeber haben. Die Kampagneninhalte insbesondere der Kampagnenfilm stehen den Feuerwehren und Hilfsorganisationen auf der Website www.einestarkeVerbindung.org zur Verfügung.

Rund 66 Millionen Euro für den Katastrophenschutz

Zur Förderung des Katastrophenschutzes gehören darüber hinaus neue Ehrungsmöglichkeiten, die Erhöhung der Anerkennungsprämie sowie die Ausweitung der daran berechtigten Helferinnen und Helfer im Katastrophenschutz. Ein neuer Unfallentschädigungserlass garantiert den Helferinnen und Helfern im Katastrophenschutz eine Unfallentschädigung vom Land. Neben der Durchführung von Landeshelferpartys verleiht das Hessische Innenministerium seit 2017 den Hessischen Katastrophenschutzpreis, der für besonderes ehrenamtliches und gesellschaftliches Engagement verliehen wird.

Das Land hat den Katastrophenschutz in einer auch im Ländervergleich beispielhaften Kraftanstrengung in den vergangenen Jahren mit modernsten Einsatzmitteln ausgestattet. Seit dem Jahr 2008 bis zum Ende des laufenden Jahres wird das Land Hessen rund 66 Millionen Euro investiert haben. In dieser Zeit konnte die Zahl der Landesfahrzeuge im Katastrophenschutz von 278 auf über 660 mehr als verdoppelt werden.