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DPolG: Fußballverbände sollen sich an den Einsatzkosten beteiligen

In der Saison 2018/2019 hat die bayerische Polizei zwanzig „Hochrisiko-Fußballspiele“ der 1. und 2. Bundesliga, sowie der 3. Liga mit insgesamt ca. 6.000 Einsatzkräften abgesichert. „Wann stellt der Freistaat Bayern der Deutschen Fußball Liga (DFL) diese Zusatzkosten bei Hochrisikospielen endlich in Rechnung?“ Das fragt sich Rainer Nachtigall, Vorsitzender des bayerischen Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), im Hinblick auf das Gespräch von Innenminister Herrmann mit den Präsidenten der bayerischen Fußballvereine dieser drei Ligen am Dienstag, den 3. September 2019.

Würde Bayern nach dem Vorbild Bremens Polizeigebühren für die erhöhten Polizeikosten bei diesen Spielen verlangen, könnten mindestens 4,5 Millionen Euro für den Mehraufwand in der vergangenen Saison eingefordert werden“, bilanziert Nachtigall.

In der Saison 2018/2019 waren in den drei Fußball-Ligen insgesamt 26.666 Polizeibeamtinnen – und -beamte im Einsatz. Dabei sind über 180.000 Arbeitsstunden geleistet worden. „Bei diesen sog. „Rot-Spielen“ werden durchschnittlich jeweils ca. 300 Polizeibeamtinnen und -beamte mehr aufgeboten als bei den sog. „Grün-Spielen“. Geht man von ca. 6.000 zusätzlichen Einsatzkräften mit rund 60.000 angefallenen Einsatzstunden aus, kommen bei einem Stundensatz von 75 Euro pro Polizisten insgesamt ca. 4,5 Mio. Euro zusammen, die sich Bayern auf Kosten der Steuerzahler buchstäblich „durch die Lappen“ gehen lässt, rechnet Nachtigall hoch.

Ginge es nach der DPolG, müssten diese Mehreinnahmen der bayerischen Polizei zu Gute kommen. Interessant wäre auch, was denn der Bayerische Oberste Rechnungshof zu einem Verzicht des Freistaats auf diese Einnahmen sagt,“ so Nachtigall.