Steigende Zahl von Verkehrstoten besorgniserregend Hannover.

26. August 2019 | Themenbereich: Niedersachsen, Verkehr | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen hält die entgegen dem Bundestrend in Niedersachsen gestiegene Anzahl von Verkehrstoten im 1. Halbjahr 2019 für besorgniserregend. „Insbesondere müssen Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer besser geschützt werden“, sagte der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff.

Höchststand bei getöteten Radfahrern

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden in Niedersachsen im genannten Zeitraum 193 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet, 19 mehr als im 1. Halbjahr 2018. Einen Höchststand gibt es bundesweit bei der Zahl der getöteten und schwer verletzten Radfahrer/-innen. Um diese Zahl zu reduzieren, hält die GdP die Einführung einer Helmpflicht für diskutabel. Diese könne dann auch für die Fahrer/-innen von E-Tretrollern gelten. „Angesichts der immer weiter zunehmenden Zahl von ETretrollern, Pedelecs und E-Bikes halten wir es für erforderlich, dass die Aufklärung und Prävention in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern intensiviert wird und sich auch auf einen verantwortungsbewussten und umsichtigen Umgang mit diesen Fahrzeugen erstreckt.“ Es gelte darauf hinzuarbeiten, dass alle Verkehrsteilnehmer/-innen mehr Respekt und Rücksicht walten ließen.
Prävention, Präsenz und Repression
„Das Augenmerk muss gleichermaßen auf den drei Bausteinen Prävention, Präsenz und Repression liegen“, so Schilff weiter. Es müsse entsprechend verstärkt in bauliche Veränderungen wie z.B. eine bessere Rad-Infrastruktur und technische Möglichkeiten wie z.B. Abbiegeassistenten in Lkw investiert werden. Verkehrskontrollen der Polizei seien dabei ebenfalls ein wichtiger Bestandteil. „Sie haben präventive und verkehrserzieherische Wirkung, verlangen aber Kontinuität. Nur ein hoher Kontrolldruck und spürbare Sanktionen werden zum Erfolg führen. Dafür brauchen wir die notwendigen Rahmenbedingungen und Personalressourcen.“