Innenminister Peter Beuth übergibt E-Fahrräder an Hessische Polizei

8. August 2019 | Themenbereich: Ausrüstung, Hessen, Polizei | Drucken

Insgesamt 15 Polizei-Fahrräder wurden seitens der Polizei neu angeschafft. Sie erreichen dank der elektrischen Tretunterstützung bis zu 25 Stundenkilometer. Ein schnelleres Fahren ist durch eigene Muskelkraft möglich. „Die Einsatzmöglichkeiten der neuen Pedelecs sind vielseitig. Sie können im Rahmen von Großveranstaltungen, wie zum Beispiel dem Hessentag, bei der Begleitung diverser Sportveranstaltungen, wie zum Beispiel Radrennen oder Triathlons, oder ganz einfach als Fahrradstreife eingesetzt werden. Aber auch im Bereich der Verkehrssicherheitsarbeit soll mit Hilfe des Pedelec Aufklärung geleistet werden. Auch die Sicherheitsbehörden tragen ihren Teil dazu bei, Emissionen zu senken. Die elektrischen Fahrräder stellen eine umweltschonende, geräuschlose, gesundheitsfördernde und günstige Fortbewegungsalternative für den Polizeialltag dar“, so Innenminister Peter Beuth.

Durch das Polizeipräsidium Nordhessen und dem Hessischen Polizeipräsidium für Technik wurde ein Standard für Pedelecs bei der Hessischen Polizei erstellt. Die Pedelecs erreichen mit elektrischer Tretunterstützung bis zu 25 Stundenkilometern. Diese Unterstützung erfolgt durch einen Elektromotor mit max. 250 Watt. Neben einer wasserabweisenden Radtasche sind die mit bis zu 160 kg belastbaren Pedelecs mit einer stromsparenden LED-Beleuchtung, einem 500 Wattstunden-Rahmen-Akku für bis zu rund 100 Kilometer Reichweite sowie einem Multifunktionsdisplay inklusive Navigationssystem ausgestattet. Das Hessische Ministerium der Finanzen fördert diese umweltschonende Beschaffungsmaßnahme mit insgesamt 22.500 Euro.

Pedelec sorgt für Flexibilität

Ziel der Neuanschaffung ist die teilweise Verkehrsverlagerung dienstlicher Wege auf elektrisch unterstützte Räder. Pedelecs sind bei Entfernungen bis zu 15 Kilometern mit dem PKW konkurrenzfähig, im städtischen Bereich oftmals sogar schneller. Hierbei bietet das Pedelec durch seine Kompaktheit optimale Möglichkeiten an Orten Streife zu fahren, an denen dies mit einem Streifenwagen vorher nicht möglich war, wie beispielsweise in einem Park oder auf engen Wegen. Dies trägt zusätzlich zu einer höheren Sicherheit der Bevölkerung bei, da das Pedelec im alltäglichen Polizeidienst auch taktisch eingesetzt werden kann und somit ein hohes Maß an Flexibilität mit sich bringt.

„Mit dieser Beschaffung zeigt die hessische Polizei, dass sie technisch und ökologisch mit dem Wandel der Zeit geht. Die hessischen Behörden haben eine Vorbildfunktion. Deshalb ist es besonders wichtig, dass auch die Polizeibehörden des Landes Hessen im Rahmen des Projektes ‚CO2-neutrale Landesverwaltung‘ zur nachhaltigen Mobilität beitragen“, so Peter Beuth.

17 Segways und 57 E-Autos

Die Hessische Polizei beschäftigt sich bereits seit Jahren mit dem Thema Elektromobilität. Neben Pedelecs sind derzeit insgesamt auch 17 Segways hessenweit im Einsatz. Die selbstbalancierenden Elektro-Stehroller erreichen eine Spitzengeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern und können mit nur einer Ladung der Lithium-Ionen-Akkumulatoren sogar bis zu 38 Kilometer zurücklegen.

Erst im September des vergangenen Jahres startete mit der Anschaffung von insgesamt 57 E-Autos (26 reine Elektrofahrzeuge und 31 Hybride) das bisher größte E-Auto-Projekt bei der Hessischen Polizei. Seitdem werden E-Fahrzeuge unter anderem bei den Polizeirevieren und -stationen sowie im Rahmen der Sicherheitsinitiative KOMPASS (Kommunalprogramm Sicherheitssiegel) als uniformierte Funkstreifenwagen mit polizeispezifischer Ausstattung ausgiebig getestet.

Das Forschungsprojekt „Erprobung von Funkstreifenfahrzeugen bei Polizeirevieren und Polizeistationen“ wird von der Hochschule für Polizei und Verwaltung bis ins Jahr 2020 begleitet. Es soll hilfreiche Informationen zum möglichen und sinnvollen Einsatz von uniformierten Elektrofahrzeugen liefern. Das Ergebnis wird als Entscheidungsgrundlage für die weitere Elektrifizierung des polizeilichen Fuhrparks dienen.