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Hessen fördert Videoüberwachung in Frankfurt mit 1,2 Millionen Euro

„Mit modernen Videoschutzanlagen können wir unsere Bürgerinnen und Bürger besser schützen. Die Kameras schrecken Straftäter ab, erhöhen die Reaktionsfähigkeit der Polizei, stärken das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung und erleichtern das Aufklären von Kriminalität. Weil wir überzeugt sind und aus den praktischen Erfahrungen wissen, dass wir auch damit einen Beitrag zur Verbesserung der Sicherheitslage leisten, übernimmt die Hessische Landesregierung schon heute zwei Drittel der Anschaffungskosten für die Einrichtung von Videoüberwachungsanlagen durch die Kommunen. Ich begrüße es sehr, dass die Stadt Frankfurt sich dazu entschieden hat, die Videotechnik in der Innenstadt zu modernisieren und auszuweiten“, sagte Peter Beuth.

Erste Videoüberwachungsanlage an der Konstablerwache

An der Konstablerwache wurde im Januar 2000 die erste Videoüberwachungsanlage durch eine Polizeibehörde in Hessen im öffentlichen Raum mit zunächst drei Kameras installiert. Während damals noch mehr als 500 Fälle rund um den beliebten Frankfurter Treffpunkt registriert wurden, sank die Zahl der Delikte um mehr als die Hälfte. Im letzten Jahr wurden 293 Delikte gezählt. Am Hauptbahnhof existiert seit dem April 2005 eine Überwachungsanlage mit zwei Kameras. Eine weitere findet sich an der Kreuzung Kaiserstraße und Moselstraße. Die Bilder laufen direkt bei der Leitstelle im Polizeipräsidium und der Schwerpunkteinheit für das Bahnhofsviertel REE (Regionale Ermittlungseinheit) ein. Aufgrund der Technik sowie der gezielten Schwerpunktsetzung durch die Polizei, Landesregierung, Stadt und der Sicherheitspartner sind die Deliktzahlen in den überwachten Bereichen des Bahnhofsviertels stark rückläufig. Während Anfang der 2000er Jahre noch mehr als 2.000 Delikte registriert wurden, waren es 2018 weniger als 600 [596].

Aufklärungsquote zwischen 70 und 80 Prozent

„Dank Videotechnik können Täter auch leichter gefasst werden. Die Aufklärungsquote liegt in den überwachten Bereichen in Frankfurt zwischen 70 und 80 Prozent“, erläuterte der Innenminister. Mit den umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen werden die alten Systeme nun ertüchtigt und die Voraussetzungen für weitere Standorte geschaffen: künftig sollen auch der Bereich um die Hauptwache sowie Taunusstraße/Elbestraße überwacht werden.

23 Anlagen in 19 hessischen Städten

„Die 23 Anlagen, die zurzeit in 19 hessischen Städten installiert sind, haben alleine im vergangenen Jahr rund 1.900 Straftaten registriert, bei denen die Aufzeichnungen für die Ermittlungen oder gar zur Klärung der Straftaten beitragen konnten. Hinzu kommt, dass die Videoschutzanlagen auch einen präventiven Nutzen entfalten. Ihre Präsenz trägt spürbar dazu bei, dass an den Örtlichkeiten mit Videoschutzanlagen, Straftaten erst gar nicht mehr stattfinden“, erklärte Peter Beuth. Deshalb werde die Landesregierung weiterhin Städte und Gemeinden gezielt unterstützen, die mehr Sicherheit investieren und Videoschutzanlagen installieren wollen. Das Land stellt dafür jährlich 1,3 Millionen Euro zur Verfügung. Da aus dem Vorjahr 2018 noch Mittel zur Verfügung stehen, wird das Land trotz der Zahlung von 1,2 Millionen Euro auch weitere Anträge im laufenden Jahr bewilligen können. Mehrere hessische Kommunen planen zurzeit die Anschaffung entsprechender Anlagen.

Hessen hat zuletzt mit neuen mobilen Video-Anhängern das Videoschutz-Portfolio seiner Polizei um eine sehr flexible Komponente erweitert. Erstmals kamen diese polizeieigenen Anlagen beim Schlossgrabenfest in Darmstadt und auf dem diesjährigen Hessentag in Bad Hersfeld zum Einsatz. Sie ermöglichen eine schnelle unkomplizierte Installation einer Videoschutzanlage.