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GdP SH kritisiert Mängel bei der Ausstattung beim Kriminaldauerdienst

Wird man bei bestem Wetter zu einer Gartenparty eingeladen, dann sollten auch genug Sitzmöglichkeiten vorhanden sein. Ansonsten droht die Party ein Reinfall zu werden. Was im privaten Bereich gilt, sollte auch für die Ausstattung der Landespolizei gelten. Erfreulich ist, dass zum 1. August 2019 endlich die ersten Verstärkungen auf die Dienststellen der Landespolizei kommen. Die Gewerkschaft der Polizei gegrüßt in diesem Zusammenhang auch die flächendeckende Einführung des Kriminaldauerdienstes (KDD) in Schleswig-Holstein. In Kiel sollen ab nächster Woche die ersten zusätzlichen Kriminalbeamten im KDD eingesetzt werden. Nun stellt sich allerdings heraus, dass die Landesregierung offenbar nicht zu Ende geplant hat. Zusätzliches Personal bedeutet auch, dass zusätzliche Fahrzeuge bereitgestellt werden müssen. Zum Start in der nächsten Woche scheint es aber genau daran zu hapern.
Sven Neumann, der Vorsitzende der GdP-Regionalgruppe Kiel-Plön merkt dazu am heutigen Tag an: „Ein gut ausgestatteter KDD ist dringend erforderlich, um entsprechende Aufgaben wahrnehmen zu können. Wenn nun das zusätzlich ausgebildete Personal endlich auf den Dienststellen ankommt, aber dort die Einsatzorte nicht erreicht werden können, weil schlicht die Fahrzeuge fehlen, zeugt dies nicht von Wertschätzung für die Sicherheit in Schleswig-Holstein. Die Landesregierung ist dringend gefordert, hier nachzubessern. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Fahrzeuge des polizeilichen Einzeldienstes entsprechend ausgestattet sind. Die Fahrzeuge benötigen entsprechende Ausrüstung und Ausstattung.“

Schon bei der Reduzierung einzelner Fahrzeuge in den örtlichen Bereichen hatte die Gewerkschaft der Polizei auf die damit verbundenen Probleme hingewiesen. Hier hat sich offensichtlich nichts getan. Aus dem sehr konkreten Fall in Kiel wird sich ein landesweites Problem entwickeln.

Dazu Kerstin Friedrich, Vorsitzende des GdP-Landesfachausschusses „Kriminalpolizei“: „Der Start des landesweiten KDD betrifft zunächst nur die Polizeidirektion Kiel. Allerdings werden in den nächsten Monaten weitere KDD im gesamten Land geschaffen und aufgestockt. Es ist sowohl den Kollegen als auch den Bürgerinnen und Bürgern im Land nicht zu vermitteln, dass keine Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Hier muss dringend ein tragfähiges Konzept geschaffen werden. Die Landesregierung um Finanzministerin Heinold muss weiteres Geld zur Verfügung stellen.“

Am Ende ist polizeiliche Arbeit wie eine gute Gartenparty: Tolle Menschen müssen ausreichend Material haben, um eine gute Zeit miteinander verbringen zu können.