Teleskopierbarer Einsatzstab (TES) – Freigabe im August

19. Juli 2019 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Niedersachsen | Drucken

Seit April 2019 wurde die Verwendungszulassung für den teleskopierbaren Einsatzstab (TES) aufgrund technischer Probleme entzogen. Der Austausch der mangelhaften Teile soll im August erfolgen, danach ist der TES wieder für die dienstliche Verwendung freigegeben.
Seit vielen Jahren hat die GdP Niedersachsen die Einführung des Einsatzstabes (damals CEt) gefordert. Obwohl dieser seit langer Zeit in den meisten Ländern durch die Polizei genutzt wird, gab es in Niedersachsen bis 2017 Bedenken. Diese wurden durch eine durchgeführte Erprobung dann aber ausgeräumt und festgestellt, dass „die Akzeptanz bei den Erprobenden sehr groß war und der TES eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem Einsatzmehrzweckstab (EMS-leicht) darstellt.“

Seit Beginn der Diskussion über die Einführung machte die GdP deutlich, dass das vorhandene Griffstück aufgrund der Rückmeldungen aus der Praxis hinderlich sei und erhob die Forderung, den TES ohne das Griffstück anzuschaffen, wie in den meisten anderen Ländern.

Diese Forderung wurde jedoch nicht umgesetzt.

Ein neuer Vorstoß seitens der GdP wurde gestartet, als der TES Mängel aufwies. Nach anfänglichen positiven Signalen steht nunmehr aber leider doch fest, dass der TES trotz guter Argumente auch weiterhin mit Griffstück ausgeliefert wird und benutzt werden muss. Welche bedeutsamen Gründe es dafür gibt, die offensichtlich in anderen Ländern nicht gesehen werden, ist nicht klar.

Es ist schon enttäuschend, dass die Rückmeldungen aus der Praxis bei diesem Vorgang nicht ernstgenommen werden.

Die GdP wird aufgrund der Rückmeldung aus der Kollegenschaft auch weiterhin in Gesprächen mit Verantwortungsträgern versuchen zu erreichen, dass das Griffstück entfernt wird. Es gibt aus unserer Sicht keinerlei sachlich nachvollziehbaren Gründe, die dem entgegenstehen.