Polizei-Ruheständler erhalten eigene Ausweise

16. Juli 2019 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Polizei | Drucken

Im Rahmen einer Feierstunde hat Minister Herbert Reul 20 ehemaligen Beschäftigten der Polizei Nordrhein-Westfalen heute (15. Juli 2019) die ersten Ruhestandsausweise überreicht. „Der Ausweis ist Wertschätzung ihrer Arbeit. Und Ausdruck einer Haltung: Einmal Polizei, immer Polizei“, sagte Reul den Pensionärinnen und Pensionären im Innenministerium. Künftig erhalten alle ehemaligen Angehörigen der nordrhein-westfälischen Landespolizei bei Pensions- oder Renteneintritt automatisch den silbergrauen Ausweis im Scheckkartenformat. Wer sich bereits im Ruhestand befindet, kann ihn beantragen. Privilegien sind mit dem Ausweis nicht verbunden. Er dient lediglich dem Nachweis, dass die Inhaberin oder der Inhaber früher zur nordrhein-westfälischen Polizei gehört hat, insbesondere soll der Ruhestandsausweis die Kontaktaufnahme mit Polizeidienststellen erleichtern.

Bei der Feierstunde waren auch Sebastian Fiedler, Landesvorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Michael Mertens, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei und Erich Rettinghaus, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft anwesend. „Der Ruhestandsausweis verkörpert eine besondere Form des Treueverhältnisses – ein Treueverhältnis, das in keinem Gesetz steht. Ein Treueverhältnis nicht im juristischen Sinne, sondern in Gestalt eines starken Zusammengehörigkeitsgefühls“, so Reul. Die Idee eines Ruhestandsausweises für die Landespolizei gibt es schon lange. Sie stammt aus der Mitte der Polizei. Ähnliche Ausweise gibt es bereits bei der Bundespolizei und der Polizei des Saarlandes. Viele ehemalige Angehörige der NRW-Polizei hätten sich in den vergangenen Wochen bereits nach dem Ausweis erkundigt und ihn auch beantragt. „Hierüber freue ich mich sehr. Es zeigt, dass wir mit der Einführung der Ruhestandsausweise die richtige Entscheidung getroffen haben“, sagte Reul.