Innenminister ruft Bürgerinnen und Bürger zum Engagement in kommunalen Präventionsräten auf – neue interaktive Karte geht online

3. Juli 2019 | Themenbereich: Prävention, Schleswig-Holstein | Drucken

“Wir wissen nicht nur aus der Arbeit zum Schutz der Menschen vor Einbrüchen, wie wichtig Kriminalprävention ganz konkret in der Nachbarschaft vor Ort ist. Dafür sind kommunale Präventionsräte ein wichtiges Instrument. Diese Prävention in den Kommunen wollen wir weiter stärken.”“ Mit diesen Worten rief Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote heute (02. Juli 2019) Bürgerinnen und Bürger zum Engagement in „kommunalen Präventionsräten” auf.

Der Landespräventionsrat hat jetzt auf der Internetseite des Landespräventionsrates einen Link zu einer interaktiven Karte mit allen kommunalen Präventionsgremien im Land zur Verfügung gestellt.

schleswig-holstein.de/landespraeventionsrat

Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben damit die Möglichkeit, mit einem Mausklick die verfügbaren Informationen zu ihrem Gremium vor Ort zu erhalten. “”Und wer in einem Ort lebt, wo es noch keinen solchen Präventionsrat gibt, der kann sich gerne bei der Koordinierungs- und Fachstelle im Landespräventionsrat melden””, so Grote. Die Kontaktadresse ist: lpr-sh@im.landsh.de

Kommunale Präventionsräte geben Kommunen die Möglichkeit, wirkungsvolle und für ihre Bedarfe vor Ort angepasste Präventionskonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Ein „Kommunalpräventiver Rat“ sollte ein unabhängiges, dauerhaftes, an den jeweiligen lokalen Themen ausgerichtetes Netzwerk zwischen Kommune, Polizei und weiteren staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren sowie Bürgerinnen und Bürgern sein. „”Die kommunalen Präventionsräte und damit die Mitarbeit jedes einzelnen Mitglieds leisten ganz wichtige Beiträge zur Verbesserung der objektiven Sicherheitslage und des subjektiven Sicherheitsempfindens”“, so Grote.

Beispiele für die Arbeit kommunaler Präventionsräte:

Unter anderem werden Themen wie Zivilcourage, Demokratieförderung, Gewaltprävention, Drogenprävention und Mobbingprävention in den Räten behandelt.

Aus dem Rat in Schleswig ist beispielsweise das Projekt Schutzburg – Wir helfen dir! entstanden. Das Projekt unterstützt einen sicheren Aufenthalt von Kindern im öffentlichen Raum. Kinder sollen einen Zufluchtsort in bekannten Geschäften der Stadt Schleswig finden.

Der Rat der Stadt Kellinghusen initiierte ein Projekt, das die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung im Nationalsozialismus lebendig erhält. Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er „Stolpersteine“ an deren Wohnorten verlegt.

Der KPR in Norderstedt startete eine Umfrage für junge Menschen im Alter von zehn bis 21 Jahren zu dem Thema „Wie sicher fühlst du dich in Norderstedt“.