BSBD-Fortbildungsveranstaltung: Extremismus, Fanatismus und politisch motivierte Straftaten aus forensisch-psychiatrischer Sicht

12. Juni 2019 | Themenbereich: Aktuelle Veranstaltungen | Drucken

Der BSBD-Vertreter des psychologischen Dienstes, Dierk Brunn, hat Herrn Prof. Dr. Henning Saß als Referenten für eine Fortbildungsveranstaltung zum vorstehenden Thema gewinnen können. Der Referent ist einer der bekanntesten und profiliertesten forensisch-psychiatrischen Gutachter in Deutschland.

Am 12. Juli 2019 wird Herr Prof. Dr. Henning Saß zu der angesprochenen Thematik in der Zeit von 10.00 h bis 13.00 h im dbb forum siebengebirge in 53639 Königswinter, Herrenwiese 14, vortragen.

Die Veranstaltung ist so aufgebaut, dass sich die Teilnehmer mit Fragen oder kleinen Fallvignetten aus dem Vollzugsalltag einbringen können. Die Veranstaltung gliedert sich in zwei Blöcke zu jeweils einem 50-minütigen Vortrag mit anschließend 20-minütiger Aussprache.

Die Veranstaltung richtet sich an die Psychologinnen und Psychologen des nordrhein-westfälischen Justizvollzuges. Für BSBD-Mitglieder, die vorrangig berücksichtigt werden, ist die Teilnahme kostenfrei, Reisekosten werden erstattet. Von anderen Teilnehmerinnen oder Teilnehmern wird eine Pauschale in Höhe von 69 € erhoben. Reisekosten werden in diesen Fällen nicht gezahlt.

Wegen der begrenzten räumlichen Kapazitäten stehen 26 Plätze für Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Verfügung. Während der Veranstaltung ist für das leibliche Wohl gesorgt. Anmeldungen werden bis zum 25. Juni 2019 per Nachricht über die Kontaktseite erbeten.
Informationen zum Vortragenden

Herr Prof. Dr. Saß habilitierte 1986 zum Thema Psychopathie, Soziopathie, Dissozialität. Von 1987 bis 1990 war Prof. Saß Leiter der Abteilung für Forensische Psychiatrie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, von 1990 bis 2000 war er Lehrstuhlinhaber und Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen und von 1994 bis 2000 zugleich Dekan der Medizinischen Fakultät. Von 2001 bis 2010 fungierte er als Ärztlicher Direktor und Vorsitzender des Vorstandes des Universitätsklinikums Aachen.

Prof. Henning Saß hat u.a. an der deutschen Ausgabe des Diagnostischen und Statistischen Handbuchs Psychischer Störungen mitgearbeitet und ist Mitglied des Beirats der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde. Prof. Saß begutachtete 1990 die Autodesign-Ikone Claus Luthe, der seinen Sohn getötet hatte, und 2005 den Mörder des Modemachers Rudolph Moshammer. Zuletzt konzentrierte er sich auf Täter mit terroristischen Hintergründen und war u.a. auch im Fall Beate Zschäpe tätig.