BDK im BMI im Gespräch mit der Abteilungsspitze Bundespolizei

6. Juni 2019 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Bei einem Gespräch im BMI mit Herrn MinDir. Peter Beiderwieden, dem ständigen Vertreter der Abteilungsleiterin BPol, Frau Dagmar Busch, wurden in der vergangenen Woche eine Reihe von Themen besprochen.

Dabei ging es zunächst um die leidige Liegenschaftsproblematik und die Frage, wann es denn endlich eine Lösung gibt. Schon bald werden mehr und mehr junge Kollegen/innen aus der Ausbildung strömen und immer noch ist nicht geklärt, wie und wo die unterzubringen und auszustatten sind. Leider konnte auch Herr Beiderwieden keinen neuen Sachstand mitteilen, es werde weiter nach einer Lösung gesucht…..Irgendwie sehr unbefriedigend…..?

Thomas Mischke sprach die Problematik des stetig und dramatisch wachsenden Schmuggels harter Drogen von den Niederlanden nach Deutschland an und regte einmal mehr die Schaffung einer gemeinsamen Fahndungs- und Ermittlungsgruppe Rauschgift, den Ausbau der Grenzüberschreitenden Polizeiteams (GPT) an der gesamten D/ NL-Grenze und die Schaffung von Kontrollflächen und Infrastruktur an allen grenzüberschreitenden Autobahnen an, um die Binnengrenzfahndung zukünftig deutlich effektiver, und sicherer durchführen zu können.

Natürlich ging es auch hier um das sich immer weiter zu einem Albtraum mutierenden Personalentwicklungskonzept (PEK) der BPOL. Thomas Mischke sprach sich einmal mehr für die Abschaffung des selben, zumindest aber für eine komplette Überarbeitung und Evaluation des Werkes an. Nach Vorstellung des BDK müsste ein künftiges PEK einen Gleichklang von Führungs- und Fachkarrieren beinhalten und die Kriminalisten und andere Fachverwendungen entweder unter dem Punkt “Spezialisten” oder “Fachkräfte” behandelt werden um das leidige und überflüssige “PEK-Baustein-Sammeln” endlich zu Gunsten von Fachlichkeit und Kompetenz abzulösen.

Auch das Thema Aus- und Fortbildung kam zur Sprache. Einmal mehr wies Thomas Mischke auf die dramatische Überalterung in den Ermittlungsbereichen, die zunehmend fehlenden Fortbildungsmöglichkeiten und die Notwendigkeit einer frühzeitigen und bei Wunsch auch dauerhaften Spezialisierung hin. Das spielt natürlich auch mit in den Berich PEK, aber eben auch in die Ausbildung hinein. In diesem Zusammenhang wurde Herrn Weiderbieden unser Konzept zum Pilotprojekt einer “spezialierten Ausbildung K” für 30 Anwärter m.D. vorgestellt, welches bisher an den Widerständen der “Einheitsausbildungsfront” in BPOLP und BPOLAK gescheitert war.

Herr Beiderwieden hörte aufmerksam zu und versprach die angesprochenen Themenbereiche an die Abteilungsleiterin Frau Busch zu übermitteln.