Polizeipräsidium Südhessen in Darmstadt erhält hochmoderne Schießstätte

9. Mai 2019 | Themenbereich: Hessen, Polizei | Drucken

Dr. Stefan Heck, Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, und Dr. Martin Worms, Staatssekretär im Hessischen Ministerium der Finanzen, nahmen heute am traditionelle Richtfest für den Neubau der Schießstätte im Polizeipräsidium Südhessen teil. Nach aktueller Planung soll das neue Gebäude 2020 bezugsfertig sein. Es erfüllt dann modernste Ansprüche für Aus- und Fortbildung der fast 1.600 Polizistinnen und Polizisten aus Südhessen.

„Der Neubau ist ein weiterer Schritt hin zu einer noch leistungsfähigeren und erfolgreicheren Polizei. Das Polizeipräsidium Südhessen erhält schon bald eine neue und hochmoderne Schießstätte für seine Polizistinnen und Polizisten. Die Rahmenbedingungen in Sachen Aus- und Fortbildung verbessern sich für alle Abteilungen und Einheiten“, betonten Innenstaatssekretär Dr. Stefan Heck und Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms.

Anlage auf neustem Stand der Technik

Die neue Schießstätte wird über zwei baugleiche Schießanlagen, mit einer Länge von jeweils 25 Metern und einer Breite von vier Schießbahnen verfügen. Bis zu acht Teilnehmerinnen und Teilnehmern können die Schießstätte nach deren Fertigstellung somit zeitgleich nutzen. Die Anlage wird nach dem neusten Stand der Technik mit modernster Lüftungs- und Schallschutztechnik ausgestattet. Beide Schießanlagen werden von einem überblickenden Regieraum mit Einwirkungsmöglichkeiten durch eine moderne Technikanlage flankiert. Insgesamt bietet der neue Gebäudekomplex kürzere Wege und eine bessere Sicherung der Lagerräume. Die Baukosten betragen rund sieben Millionen Euro. Bereits im Sommer 2013 wurde an diesem Standort das Gebäude der ehemaligen Reiterstaffel zu einem Einsatztrainingszentrum ausgebaut: Hier hatte das Land Hessen in diesem Zusammenhang schon rund 1 Million Euro in neue Trainingsmöglichkeiten der Polizei investiert.

Intensives und regelmäßiges Schießtraining

„Die veränderte Sicherheitslage, insbesondere im Bereich des islamistischen Extremismus und Terrorismus, ist für unsere Sicherheitsbehörden eine dauerhafte Herausforderung. Es ist daher notwendig, dass unsere Spezial- und Regelkräfte, wie zum Beispiel auch der Streifendienst der Polizeistationen und -reviere, intensiv und regelmäßig am Schießtraining teilnehmen kann. Für die Hessische Landesregierung hat die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie die Arbeitsbedingungen unserer Einsatzkräfte oberste Priorität. Mit unserer Einstellungsoffensive bekommen alle Dienststellen des Landes, so auch das Polizeipräsidium Südhessen in Darmstadt, Verstärkung. Es werden künftig deutlich mehr Polizistinnen und Polizisten im öffentlichen Raum präsent sein, um Kriminalität effektiv zu bekämpfen und das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger weiter zu stärken. Wir werden weiter in die Sicherheitsstruktur des Landes investieren und dafür Sorge tragen, dass unseren Schutzleuten die bestmögliche Ausstattung zuteilwird“, betonte Staatssekretär Dr. Stefan Heck.

„Mit einer Nutzungsfläche von rund 560 Quadratmetern verfügen die Polizeibeamtinnen und -beamte des Polizeipräsidiums Südhessen künftig über viel Platz und ausreichend Kapazitäten für das Schießtraining. Schon jetzt herrscht bei den über 1.600 Beamtinnen und Beamten, große Vorfreude. Mit dem Richtfest befinden wir uns auf der Zielgeraden des Bauvorhabens und wir sehen heute mit eigenen Augen, welch hochmoderne Schießanlage an diesem Standort entsteht“, so Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms, der weiter berichtete: „Die Schießanlage ist Teil einer groß angelegten Modernisierungsoffensive. So wird etwa aktuell und hessenweit durch mehrere Neubau- und Sanierungsmaßnahmen intensiv an ausreichenden Platzkapazitäten und modernen Unterbringungsmöglichkeiten für unsere Polizeibeamtinnen und -beamten gearbeitet. Das Bauvolumen für die Polizei in Hessen beläuft sich derzeit auf gut 200 Millionen Euro und ist selbstverständlich auch und gerade vor dem massiven Stellenzuwachs in den kommenden Jahren zu sehen. Mein Dank gilt in diesem Zusammenhang nicht zuletzt dem Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen, unter dessen Projektleitung das hiesige und zahlreiche weitere Bauvorhaben mit großer Fachkenntnis realisiert werden.“

Rekordmittel für die Innere Sicherheit

Die Hessische Landesregierung investiert mit Rekordmitteln in die Innere Sicherheit. Unter Berücksichtigung der bereits initiierten Stellenzuwächse sowie der im Koalitionsvertrag vorgesehenen weiteren 750 Planstellen des Polizeivollzugsdienstes wird für nach 2022 die Anzahl von 16.040 Planstellen erwartet, was einem historischen Stellenplus von 16,5 Prozent seit 2014 entspricht. Die hessische Polizei ist somit aktuell wie auch künftig personell so stark ausgestattet wie nie zuvor. Zusätzlich investiert das Land Hessen massiv in die Ausrüstung der Polizei. Im Doppelhaushalt 2018/2019 stehen für Fahrzeuge und Geräte weitere 136,7 Millionen Euro zur Verfügung. Knapp 19 Millionen davon sind für neue Dienst- und Schutzbekleidung vorgesehen. Hinzu kommen zusätzliche drei Millionen für die Ausstattung von Spezial- und operativen Einheiten.

Mit 372.798 erfassten Straftaten wurde für Hessen 2018 die niedrigste Kriminalitätsbelastung seit fast 40 Jahren gemessen. Bei der so wichtigen Kennzahl über die Kriminalitätsbelastung, der sogenannten Häufigkeitszahl, die Auskunft darüber gibt, wie viele Straftaten im Verhältnis zu 100.000 Einwohnern erfolgt sind – und somit eine gewisse Vergleichbarkeit ermöglicht, steht Hessen im bundesweiten Vergleich auf dem dritten Platz.