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Polizeikräfte erleben fast täglich unvermittelt brutale Gewalt

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) unterstützt angesichts deutlich zunehmender Übergriffe auf uniformierte Einsatzkräfte die neuerliche Respektkampagne des Bundesinnenministeriums. „Meine Kolleginnen und Kollegen erleben fast täglich Situationen, in denen ihnen unvermittelt brutale Gewalt entgegenschlägt“, sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek am Dienstag in Berlin. „Wenn Beamtinnen und Beamte heutzutage beispielsweise im Dienstalltag um Ausweise bitten, müssen sie damit rechnen, mit Fäusten geschlagen oder gefährlichen Werkzeugen angegriffen zu werden. Da es auch immer öfter vorkommt, dass Radmuttern privater Fahrzeuge unserer Kolleginnen und Kollegen gelockert werden, ist das Maß übervoll. Das jetzige politische Signal ist dringend notwendig, da üble Beleidigungen oder körperlicher Widerstand schon fast zur Tagesordnung der Polizistinnen und Polizisten gehören“, betonte Radek am Rande des Kampagnenauftakts.

Wer Polizeibeamtinnen und -beamte angreife, so Radek weiter, attackiere den Staat. Die Politik habe das verstanden und die Strafen für solche Übergriffe spürbar erhöht. „Was die Angreifer offensichtlich immer noch nicht verstanden haben, ist, dass sich hinter der Unform Mütter, Väter, Töchter, Söhne, Freunde, Nachbarn, also Menschen verbergen. Menschen, die die schwierige Aufgabe übernommen haben, unseren Rechtsstaat zu schützen“, betonte der GdP-Vize.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2018 verzeichnet 11.704 tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen. Auf einen Tag gerechnet sind dies 32 Fälle, sogar 94, wenn man den sogenannten Widerstand gegen die Staatsgewalt dazurechnet.