GdP Baden-Württemberg kritisiert Ministerpräsident Kretschmann

3. April 2019 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Hans-Jürgen Kirstein, zeigt sich erschreckt, dass der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, die Aufstockung von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte ablehnt!
Die Gewerkschaft der Polizei hat die Ankündigung von Innenminister Strobl, zusätzlich 2000 Neustellen im Polizeidienst zu schaffen, ausdrücklich begrüßt. „Damit sind die ständigen Hinweise der GdP endlich ernst genommen worden“, so Kirstein. „Gebetsmühlenartig weisen wir daraufhin, dass dem Personalmangel in der Zukunft dringend entgegenzuwirken ist.“ Umso mehr überrascht es, dass der Ministerpräsident Kretschmann diesem Ansinnen gleich eine Absage erteilt habe, wie Kirstein aus dem SWR 1-Rundfunk erfahren habe. „Hier spielt der Ministerpräsident mit der Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg und das darf nicht unwidersprochen hingenommen werden.“ ergänzt Kirstein.
Das Land Baden-Württemberg hat die geringste Polizeidichte im Ländervergleich erörtert Kirstein weiter. Die Gewerkschaft der Polizei fordert die Landesregierung nicht nur auf, dem geplanten Stellenzuwachs von Innenminister Strobl Folge zu leisten, sondern es muss auch eine gerechte Bewertung des Polizeiberufs stattfinden.
„In einer Zeit, wo auf dem Arbeitsmarkt nach den besten Bewerberinnen und Bewerbern Ausschau gehalten werden muss, spielt es nicht nur eine Rolle, einen interessanten Beruf zu ergreifen, sondern auch eine gerechte Besoldung für die qualifizierten Tätigkeiten ist von Nöten“, ergänzt Kirstein abschließend.