Neuer Streifenwagen ist deutlich praxistauglicher

17. März 2019 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Nach einem gestern vorab bekanntgewordenen Artikel aus der Mitgliederzeitschrift „Streife“ soll der in Polizeikreisen heftig kritisierte BMW 318 Touring durch den Großraum-Van Ford S-Max als Standardstreifenwagen abgelöst werden. Die Auslieferung der ersten 2000 geplanten neuen Streifenwagen soll noch in diesem Jahr erfolgen. Der Entscheidung für den Modellwechsel bei der NRW-Polizei war ein mehrstufiges Auswahlverfahren vorausgegangen, bei dem auch die Polizisten, die den Streifenwagen bei ihren täglichen Einsätzen nutzen, beteiligt waren.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßt die Entscheidung des Innenministeriums. „Der Ford S-Max bietet einen guten Kompromiss zwischen dem notwendigen Platzangebot, der erforderlicher Wendigkeit und einem deutlich höheren Komfort. Hier macht sich bezahlt, dass dieses Mal die Polizistinnen und Polizisten, die jedem Tag mit dem Streifenwagen unterwegs sind, von vornherein in die Auswahlentscheidung mit einbezogen worden sind. Schließlich geht es um ihren Arbeitsplatz“, sagte Mertens. „Auch der letzte Nachschliff war wichtig. Dadurch konnte das Auto noch in Details verbessert werden.“ Zu den Pluspunkten des neuen Streifenwagens gehört nicht nur der größere Stauraum im Ford S-Max, sondern auch die deutlich höhere Ein- und Ausstiegsposition, die bessere Ergonomie der Sitze und die größere Übersichtlichkeit des Fahrzeugs.

Während des Auswahlverfahrens hatten sich die beteiligten Polizistinnen und Polizisten auch eine größere Typenvielfalt bei den Einsatzfahrzeugen gewünscht, um den unterschiedlichen Anforderungen, die sich aus dem Polizeialltag ergeben, besser gerecht zu werden. Die Frage, welche Fahrzeuge neben dem neuen Standardstreifenwagen Ford S-Max in NRW zusätzlich angeschafft werden sollen, wird im Innenministerium noch geprüft. Dabei geht es allerdings um eine geringe Stückzahl. Die GdP geht davon aus, dass das Innenministerium auch hier die Empfehlungen der Praktiker, die beim Auswahlverfahren für den neuen Streifenwagen beteiligt waren, berücksichtigen wird. „Der Typen-Mix ist wichtig, weil nicht jedes Auto für jeden Polizeieinsatz optimal ist“, erläuterte Mertens.