Hat das jahrelange Vorantreiben eines der Kernthemen des BDK endlich Erfolg?

25. Februar 2019 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

CDU-Fraktion des Landtages Mecklenburg-Vorpommern prüft laut Presseangaben einen eigenen Studiengang Kriminalistik und befürwortet zudem mehr Aus- und Fortbildung in der Landespolizei.
Hat das jahrelange Vorantreiben eines der Kernthemen des BDK endlich Erfolg?

Am 21./22.02.2019 führte die CDU-Landtagsfraktion M-V in Stralsund eine Klausurtagung durch. Zentrales Thema war dabei die Innere Sicherheit. Hierzu trat am ersten Tag unser Bundesvorsitzender Sebastian Fiedler zum Thema “Gefühlte Sicherheit und Kriminalitätsdunkelfeld – Empfehlungen an die Politik“ auf.

In der Diskussion wurden verschiedene fachliche Vorschläge zur Verbesserung der kriminalpolizeilichen Arbeit im Land MV von Sebastian Fiedler und dem stellvertretenden Landesvorsitzenden Marco Limbach unterbreitet. Die Anwesenden waren gegenüber den Argumenten äußerst aufgeschlossen. Im Ergebnis befürwortete die CDU- Landtagsfraktion eine Verbesserung der Aus- und Fortbildung der Landespolizei.

Entscheidender dürfte jedoch sein, dass die Thematik dahin ausdiskutiert wurde, dass die CDU-Fraktion sich zudem für die Prüfung eines eigenen Studienganges Kriminalistik an der Fachhochschule Güstrow aussprach. Für weitere Informationen seitens der CDU empfehlen wir die beiden Artikel der SVZ und Ostsee-Zeitung.

Nach Jahren des Ringens scheinen die Argumente des BDK endliche Früchte zu tragen. Wir begrüßen ausdrücklich, dass die CDU-Fraktion die Bedeutung der kriminalpolizeilichen Arbeit anerkennt und sich für die Prüfung der Fortentwicklung der Kriminalpolizei ausspricht. In den letzten Jahren haben sich bereits andere Bundesländer für einen eigenen Studiengang Kriminalistik in Rahmen der Polizeiausbildung entschlossen. Zuletzt hat die Fachhochschule in Brandenburg einen eigenen Masterstudiengang Kriminalistik ins Leben gerufen.

Der BDK ist jederzeit bereit weitere fachliche Argumente zu besprechen und bei der Weiterentwicklung der Kriminalpolizei tatkräftig zur Verfügung zu stehen. Jedoch bleibt abzuwarten, ob die bisherigen reflexhaften Ablehnungen der sachlichen Anregungen des BDK durch das zuständige Ministerium für Inneres und Europa M-V der Vergangenheit angehören. Eine Zurückweisung genereller Art ohne Kenntnis der Einzelheiten sollte dabei endgültig der Vergangenheit angehören.