Vorwürfe gegen die Polizei Lippe

21. Februar 2019 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Mutmaßlich verschwundene Beweismittel sorgen gerade für ein erhebliches Medienecho. Der BDK Lippe Detmold warnte allerdings seit langem vor einem “Notstand” der Lipper Kriminalpolizei.
Vorwürfe gegen die Polizei Lippe

Verschwundene Beweismittel bei der Polizei Lippe schlagen aktuell hohe Wellen in den Medien. In der Aktuellen Stunde des WDR spricht der stellvertretende Landesvorsitzende des BDK NRW, Oliver Huth, von einer Katastrophe für das Vertrauen der Opfer, deren Angehörigen und der Bevölkerung in die Arbeit der Polizei. Er warnt davor, die gut und engagiert arbeitenden Polizisten in NRW unter einen Generalverdacht zu stellen. Es müsse in alle Richtungen ermittelt werden, die Ergebnisse seien abzuwarten.

Es darf bei aller Kritik nicht übersehen werden, in welchem Zustand sich die Kreispolizeibehörde befand und bis heut befindet. Über zu wenig Kriminalbeamte klagt der BDK NRW seit Jahren.

Insbesondere der BDK Lippe Detmold hat bereits im Januar 2018 die Personalstärke der lippischen Kriminalpolizei bemängelt und vor ausbleibenden Ermittlungserfolgen gewarnt. In einem offenen Brief an den Abteilungsleiter Polizei, im Juli 2018, bemängelte er die Abgänge bei der Kripo Lippe und sprach von einem Notstand der Kriminalpolizei. Im Dezember 2018 stellte er klar „Heute geht es der Kriminalpolizei in Lippe personaltechnisch schlechter denn je.“

Morgen früh wird der BDK-Landesvorsitzende Sebastian Fiedler im Morgenecho bei WDR5 eine Einordnung vornehmen.