Staatssekretär Heck begrüßt Einstellungsjahrgang 1/2019 der Polizei in Gießen

18. Februar 2019 | Themenbereich: Hessen, Polizei | Drucken

Dr. Stefan Heck, Staatssekretär im Hessischen Innenministerium, hat den ersten Einstellungsjahrgang des Jahres 2019 zum Studienbeginn an der Hochschule für Polizei und Verwaltung an der Außenstelle Gießen begrüßt und dabei die Bedeutung des Polizeiberufs hervorgehoben.

„Die Polizei ist Garant unserer Sicherheit. Wer sich für den Polizeiberuf entscheidet, folgt einer inneren Überzeugung und dem Wunsch, zu dienen und zu schützen. Sie werden nach dem Studium Verantwortung für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger übernehmen. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Verbrechens zu werden, ist so gering, wie seit 40 Jahren nicht mehr. Hessen ist ein sehr sicheres Land. Wir wollen aber noch besser werden, denn die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat für uns oberste Priorität. Für die künftigen Herausforderungen werden wir Sie durch ein ebenso abwechslungsreiches wie anspruchsvolles Bachelorstudium optimal vorbereiten. Danach stehen Ihnen in unserer modernen Polizei viele interessante Tätigkeitsfelder offen, die allesamt ihren Beitrag dazu leisten, dass die Hessinnen und Hessen weiter in einem sehr sicheren Land leben“, sagte Staatssekretär Dr. Stefan Heck den Studierenden in Gießen.

In Hessen nahmen zum ersten Einstellungstermin insgesamt 386 Anwärterinnen und Anwärter ihr Studium auf. Diese werden an den vier Studienorten Wiesbaden (100), Mühlheim (135), Gießen (50) und Kassel (103) ihre Ausbildung beginnen. Für den ersten Einstellungstermin des Jahres waren bereits 3.311 Bewerbungen eingegangen. Auch 2018 war das Interesse an einer Ausbildung bei der Hessischen Polizei hoch. Im Vorjahr gingen rund 9.000 Bewerbungen insgesamt ein. „Das große Interesse am Polizeiberuf verdeutlicht, dass die Polizei ein moderner und attraktiver Arbeitgeber ist. Wir haben die hessische Polizei konsequent modernisiert, materiell und personell gestärkt und kluge Innovationen zur Kriminalitätsbekämpfung und -prävention gefördert. Die gut ausgestattete Polizei ist nun selbst der beste Werbeträger für ihre Nachwuchsgewinnung“, sagte Staatssekretär Dr. Stefan Heck.

Neben jungen Hessinnen und Hessen bewerben sich auch immer mehr junge Menschen aus anderen Bundesländern für den Dienst in der hessischen Polizei: Von den 386 Anwärterinnen und Anwärtern kommen rund 26 Prozent aus anderen Bundesländern.

Studium bereitet Polizeianwärter auf Praxis optimal vor

Das polizeiliche Bachelorstudium in Hessen sticht in Deutschland heraus, weil es mit zwei spezifischen Studiengängen den direkten Einstieg in die Schutz- wie auch die Kriminalpolizei ermöglicht. Aufgrund der vier Studienorte in Hessen (Wiesbaden, Mühlheim, Gießen und Kassel) werden Studierenden aus allen Regionen kurze Wege geboten. Das Studium zeichnet sich durch viel Praxisanteile aus. Dadurch wird bereits früh der Kontakt zu realer Polizeiarbeit herstellt. Auch Spitzensportlerinnen und -sportlern bietet die Polizei die Möglichkeit, Leistungssport und Karriere zu verbinden. In den letzten 13 Jahren sind insgesamt 130 Polizeisportlerinnen und -sportler eingestellt worden.

Einstellungsoffensive bei der hessischen Polizei

Damit Hessen sicher ist und bleibt, hat die Hessische Landesregierung die personelle Verstärkung der hessischen Polizei in dieser Legislaturperiode von Anfang an konsequent vorangetrieben. 2015 nahmen 140 zusätzliche Anwärter ihr Studium auf. Diese sind mittlerweile mit dem Studium fertig und bereits in den Dienststellen angekommen. 300 weitere Anwärter kamen bei den Einstellungen in 2016 hinzu und werden in diesem Jahr für Verstärkung sorgen. Im Jahr 2017 wurden mit 1.160 Polizeikommissaranwärterinnen und -anwärtern der größte Ausbildungsjahrgang aller Zeiten eingestellt und mit 570 zusätzlichen Stellen die hessische Polizei massiv gestärkt. Mit dem Doppelhaushalt 2018/2019 führt die Landesregierung ihre Politik für eine sichere Zukunft konsequent fort. Für 2018 wurden noch einmal 270 zusätzliche Stellen für die Einstellung von Polizeikommissaranwärterinnen und -anwärtern geschaffen. In diesem Jahr nehmen 240 zusätzliche Anwärterinnen und Anwärter ihr Studium auf. Damit wird die hessische Polizei nach der jeweils dreijährigen Ausbildung im Jahr 2022 über rund 15.290 Polizeivollzugsstellen verfügen, so viele wie nie zuvor. Unter Berücksichtigung der bereits initiierten Stellenzuwächse sowie der im Koalitionsvertrag vorgesehenen weiteren 750 Planstellen des Polizeivollzugsdienstes wird für nach 2022 die Anzahl von 16.040 Planstellen erwartet, was einem historischen Stellenplus von 16,5 Prozent seit 2014 entspricht. Die hessische Polizei ist somit aktuell wie auch künftig personell so stark ausgestattet wie nie zuvor.

„Mit der Einstellungsoffensive der Hessischen Polizei bekommen alle Dienststellen des Landes Verstärkung. Es werden deutlich mehr Polizistinnen und Polizisten im öffentlichen Raum präsent sein, um Kriminalität effektiv zu bekämpfen und das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger weiter zu stärken. Bereits 2019 und 2020 werden wir rund 900 zusätzliche Polizeivollzugsbeamte fertig ausgebildet haben, die dann für die Sicherheit der Bevölkerung in Hessen unterwegs sind“, sagte der Staatssekretär.

Hessen ist sicher

Die Kriminalitätsbelastung war im Jahr 2018 erneut gesunken. Mit genau 372.798 Straftaten wurden 2.834 Fälle weniger gezählt als noch im Vorjahr (-0,8 Prozent). Das ist der niedrigste Wert seit 1980. Die Kriminalitätsbelastung ist mit 5.971 Straftaten pro 100.000 Einwohner ebenfalls weiter gesunken (2017: 6.039). Die Gefahr, in Hessen Opfer von Kriminalität zu werden, ist damit so gering, wie seit 40 Jahren nicht mehr. 64,2 Prozent der Straftaten wurden letztes Jahr aufgeklärt. Das ist der mit Abstand höchste jemals gemessene Wert, seit Einführung der Kriminalstatistik im Jahr 1971. Es wurden fast zehn Prozent weniger Wohnungseinbruchsdelikte (-9,5 Prozent) als noch im Vorjahr registriert.