Polizei wird an Fastnacht größtmögliche Sicherheit gewährleisten

18. Februar 2019 | Themenbereich: Polizei, Rheinland-Pfalz | Drucken

Mit mehr als 1000 öffentlichen Fastnachtsveranstaltungen werden in Rheinland-Pfalz die Karnevalisten in diesem Jahr die tollen Tage feiern. „Wir werden mit hoher polizeilicher Präsenz und vor Ort abgestimmten Sicherheitskonzepten vor allem in der Straßenfastnacht größtmögliche Sicherheit gewährleisten, um den Bürgerinnen und Bürgern ein fröhliches Fastnachtstreiben zu ermöglichen“, sagte Innenminister Roger Lewentz in Mainz.

Die Bereitschaftspolizei unterstützt die Polizeipräsidien während der närrischen Tage von Donnerstag bis Dienstag mit knapp 1000 Einsatzkräften. Die Intensität der polizeilichen Maßnahmen werde sich an Charakter und Umfang der jeweiligen Veranstaltung orientieren, insbesondere bei den großen Veranstaltungen in Mainz, Koblenz und Trier, so der Minister. Gemeinsame Sicherheitskonzepte von Veranstaltern, Kommunen und der Polizei seien individuell für jede Veranstaltung angepasst. Beim Landeskriminalamt werde eine Informationssammelstelle Wissenswertes bündeln und bewerten, um mögliche polizeiliche Reaktionen oder Maßnahmen zu veranlassen.

Zudem wird mit Nähe zu den Einsätzen der Informationsaustausch insbesondere zur Bundespolizei und benachbarten Ländern intensiviert, um Auffälligkeiten beim Anreiseverhalten oder sonstige Gefährdungserkenntnisse zu erhalten. Anlassbezogen werde es auch offenen Einsatz von Videotechnik im Rahmen der großen öffentlichen Veranstaltungen u.a. in Mainz, Worms, Bad Kreuznach, Koblenz, Trier, Wittlich, Frankenthal, Zweibrücken und Ramstein geben, erläuterte Lewentz.

Das schnelle Erkennen von Polizeibeamtinnen und -Beamten im Einsatzraum soll unter anderem durch Einrichten von Anlaufstellen gemeinsam mit dem Rettungsdienst und der Feuerwehr gewährleistet werden. Dazu kommt beispielsweise in Koblenz eine „bunte“ Anlaufstelle (Rückzugsraum für Opfer von Straftaten) gemeinsam mit der Stadt oder der Einsatz des Sicherheitsmobils beim Rosenmontagsumzug in Trier.

Es werde auch umfassende Aufklärungsmaßnahmen durch uniformierte und zivile Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte geben, um frühzeitig auf Entwicklungen reagieren zu können, unterstrich der Minister. Am Rosenmontag wird auch die Polizeihubschrauberstaffel in Mainz eingesetzt. Flächendeckend ist der Einsatz von Bodycams bei Veranstaltungen im ganzen Land geplant.

Einrichten von Sperren an den Hauptzufahrtsrouten in Form von Betonpfeilern sowie Fahrzeugen als mobile Sperren wird es unter anderem in Mainz, Trier, Wittlich, Dahn und Zweibrücken geben. Dazu kommt ein LKW-Fahrverbot in den Innenstädten von Mainz und Trier. Eine Einsatz begleitende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wird unter anderem über Twitter und Facebook laufen.

„Eine schnelle Intervention durch erhöhte Verfügbarkeit von Beamten der rheinland-pfälzischen Spezialeinheiten werden wir gewährleisten“, sagte Lewentz. Zwar lägen weder dem Landeskriminalamt noch dem Bundeskriminalamt konkrete Erkenntnisse vor, die negative Auswirkungen auf die Fastnachtsveranstaltungen entfalten könnten. Es bleibe jedoch immer auch eine potentielle Gefährdung, nicht zuletzt durch irrational handelnde Personen.