Charakter einer Bürgerpolizei muss erhalten bleiben

15. Februar 2019 | Themenbereich: Polizei, Rheinland-Pfalz | Drucken

Die rheinland-pfälzische Polizei darf aus Sicht der GdP ihren Charakter einer Bürgerpolizei nicht verlieren. Dazu gehört aber auch die Fähigkeit, Bürgerinnen und Bürger in Terror- oder Amoklagen nachhaltig zu schützen. Diese Fähigkeit und die dazu gehörende Ausstattung müssen in erster Linie die Kolleginnen und Kollegen haben, welche als erste am Ereignisort eintreffen, um unmittelbar intervenieren und Leben retten zu können. Ganz wichtig sind aber auch höchst wirkungsvolle Spezialeinheiten und als Ergänzung eine leistungsstarke Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit.
Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit
„Im Hinblick auf sich verfestigende Bedrohungs-, Einsatz- oder Fahndungslagen die Beweissicherungs- und Festnahmehundertschaft besser auszustatten und auf neue Lagen vorzubereiten, ist ein Weg, den die GdP unterstützt“, erklärt die GdP-Landesvorsitzende Sabrina Kunz nach der Sitzung des Innenausschusses des rheinland-pfälzischen Landtages am Donnerstag.

Digitale Ermittlungsinstrumente LKA

„Die Echtheit von Ausweisdokumenten prüfen zu können, gewinnt vor dem Hintergrund weltweiter Wanderungsbewegungen zunehmend an Bedeutung“, erklärt GdP-Landesvize Bernd Becker. Die Beschaffung der Dokumentenprüfgeräte und die angekündigte weitere Ausstattung von Dienststellen mit dann insgesamt 70 Geräten werden von der GdP ausdrücklich begrüßt. „Die dreidimensionale und bewegliche Rekonstruktion von Tathergängen durch Spezialisten des LKA zeigt wieder einmal, welche Kreativität und Innovationskraft in der Mann- und Frauschaft der rheinland-pfälzischen Polizei steckt“, so die GdP-Landesvorsitzende Sabrina Kunz. Weiter: „Eine leistungsstarke Polizei setzt sich zusammen aus den zahllosen individuellen Fähigkeiten der Kolleginnen und Kollegen.“

Polizeieinsatz in Kandel

Selten war die Polizei Rheinland-Pfalz mit einer Einsatzlage so nachhaltig und andauernd beschäftigt, wie mit der nun schon über ein Jahr andauernden Lage in der Folge eines Tötungsdeliktes in Kandel. Für die GdP ist vor allem wichtig, den dort eingesetzten Kolleginnen und Kollegen für ihr Augenmaß, ihre Ausdauer und Besonnenheit zu danken. Ein großes Dankeschön haben aber auch die GdP-Kolleginnen und Kollegen rund um den „Cheforganisator“ Sven Hummel verdient. Die GdP hat von Anfang an und mit nicht nachlassender Energie die eingesetzten Kolleginnen und Kollegen betreut; mit Rat und Tat, aber auch mit einem guten Wort oder Nervennahrung in Form von Süßigkeiten oder vitaminreicher Leckerbissen.

Breiten Raum hat in der Diskussion die Einordnung der handelnden Akteure eingenommen. Dazu erklärt GdP-Vize Bernd Becker, der als Zuhörer in der Ausschusssitzung war: „Aus Sicht der GdP gibt es vor allem ein gewichtiges Kriterium zwischen „geht noch“ oder „geht gar nicht“ und das ist die Gewaltbereitschaft.“