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Verkehrsgerichtstag fordert Sicherheitspaket für Lkw und Busse

Der in Goslar zu Ende gegangene Deutsche Verkehrsgerichtstag hat sich dafür ausgesprochen, dass deutlich mehr Polizisten für die Überwachung der Vorschriften im gewerblichen Personen- und Güterverkehr eingesetzt werden. Zudem fordert der Verkehrsgerichtstag einen flächendeckenden Ausbau der Stellplatzkapazitäten an den Autobahnen und Fernstraßen, die auch für Kontrollen genutzt werden können. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sollen zudem in Lkw und Bussen verstärkt nicht abschaltbare Fahrassistenzsysteme zum Einsatz kommen. Sogenannte Alcolock-Systeme sollen dafür sorgen, dass sich die Fahrzeuge nur dann starten lassen, wenn der Fahrer sich zuvor einer Atemalkoholkontrolle unterzogen hat.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat die Empfehlungen des Verkehrsgerichtstags ausdrücklich begrüßt. „Mit den Alcolock-Systemen können wir sicherstellen, dass der Fahrer eines Schulbusses oder Gefahrguttransportes sich wirklich an die gesetzlich vorgeschriebene 0,0 Promille-Grenze hält“, betonte der stellvertretende GdP-Landesvorsitzende Heiko Müller, der selber am Verkehrsgerichtstag in Goslar teilgenommen hat. Die Forderungen nach einem deutlichen Ausbau der Kontrollen des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs hatte die GdP in den Verkehrsgerichtstag mit eingebracht.

Aus Sicht der GdP sind die Beschlüsse des Verkehrsgerichtstags auch eine Verpflichtung für die Polizei. „Mit dem Sicherheitspaket des Verkehrsgerichtstags ist eine deutliche Aufforderung an die Polizei verbunden, die Verkehrssicherheitsarbeit wieder stärker in den Fokus der Polizei zu nehmen,“ sagte Müller.