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Nachhaltig in Verkehrssicherheit investieren

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) fordert im Zuge des Verkehrsgerichtstages in Goslar, nicht nachzulassen, wenn es darum geht, verstärkt in die Verkehrssicherheit zu investieren. Das damit verbundene Ziel, die Zahl der Verkehrstoten und -verletzten zu senken, habe nach wie vor höchste Priorität. DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: “Wir dürfen uns in Deutschland nicht zurücklehnen, weil der Trend ein positiver ist. Erstens hinken wir der selbstauferlegten Verpflichtung hinterher, die besagt, in Deutschland von 2010 bis 2020 die Zahl der Verkehrstoten um 40 Prozent zu reduzieren. Davon sind wir leider noch weit entfernt. Zweitens können wir deutlich mehr tun, um die Zahl der Verkehrstoten und –verletzten zu verringern.”

Es muss einen Dreiklang geben aus mehr Kontrolldichte durch die Polizei, grundsätzlicher und verpflichtender Ausstattung von Fahrzeugen mit Sicherheitsassistenzsystemen und einem Ausbau der Straßeninfrastruktur.

Um die Zahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren, unterstützt die DPolG Forderungen des Verkehrsgerichtstages hinsichtlich der Einführung von sogenannten Alkohol-Interlocksystemen. Diese elektronisch atemalkoholsensitiven Wegfahrsperren sind geeignet, die Rehabilitation alkoholauffälliger Autofahrer zu unterstützen.

Auch die technische Ausstattung von LKWs mit Abbiegeassistenten und Notbremsassistenten kann zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen. So sind alle LKW-Notbremsassistenten technisch so zu gestalten, dass sie ab einer Geschwindigkeit von 30 km/h nicht mehr abschaltbar sind, denn in jüngster Zeit verursachten LKW, die in Stauenden rasten, mehrere schwere Unfälle mit Toten und Verletzten. Mit dem Einsatz von eingeschalteten Notbremsassistenten hätten diese Unfälle – zumindest hinsichtlich ihrer schweren Auswirkungen – vermieden werden können.

Auch das kürzlich gestartete Pilotprojekt der Section Control in Niedersachsen wird von der DPolG unterstützt. Statt wie bisher üblich Geschwindigkeiten an einem Punkt zu messen, wird hierbei die Durchschnittsgeschwindigkeit auf einem definierten, längeren Abschnitt ermittelt. Dieses Verfahren führt regelmäßig zu geringeren, gleichmäßigeren Geschwindigkeiten im Messbereich und damit zu einer Harmonisierung des Verkehrsflusses. Die Verkehrssicherheit wird dadurch deutlich erhöht.