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GdP Berlin fordert Winterjacke (Twin) für Kolleginnen und Kollegen beim ZOS

 

Der erste Schnee ist gefallen, die Temperaturen pendeln um den Gefrierpunkt. Ein normaler mitteleuropäischer Winter, den die Kolleginnen und Kollegen des Zentralen Objektschutz (ZOS) weitgehend ohne entsprechende Jacke verbringen müssen. Sie könnten im Warenhaus die Twinjacke mit Wärmefutter bestellen. Der Kostenpunkt von 244,53 Euro übersteigt aber das jährliche Kleiderbudget von 150 Euro um einiges. Die GdP fordert die Behördenleitung auf, nach jahrelangem Wegsehen endlich zu handeln und die Betroffenen entsprechend auszustatten.

Zwei Jahre sparen für die Dienstjacke

„Langsam aber sicher platzt mir der Kragen, wir reden seit mehr als zwei Jahren über dieses Missverhältnis und passiert ist bis heute rein gar nichts. Dazwischen liegen zwei Winter, in denen meine Kolleginnen und Kollegen vor Botschaften und anderen Gebäuden standen und sich unter Garantie die eine oder andere Erkrankung zugezogen haben“, so Stephan Kelm, stellvertretender Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei am Sonntagvormittag. Mehrfach wurde die Behördenleitung auch durch den zuständigen Personalrat in der Direktion Einsatz auf diesen Missstand hingewiesen. Nach wie vor aber gilt, dass das jährliche Budget bei 150 Euro liegt, die Twinjacke (189,79 Euro) plus Innenfutter (54,74 Euro) aber insgesamt 244,53 Euro kostet und so über mindestens zwei Jahre angespart werden muss.

 

Behördenleitung muss JETZT handeln

Kelm verwies darauf, dass die Kolleginnen und Kollegen selbst, wenn sie keine andere Arbeitskleidung ordern, so mindestens einen Winter ohne entsprechende Bekleidung in der Kälte arbeiten müssen. Der GdP-Landesvize: „Es ist aus verständlichen Gründen verboten, seinen Dienst in der privaten Jack Wolfskin zu versehen. Aber es kann eben nicht sein, dass hier wissentlich mit der Gesundheit der Beschäftigten gespielt wird.“ Die GdP fordert die Behördenleitung umgehend dazu auf, Schritte zu unternehmen, damit die Betroffenen der Witterung entsprechend angezogen sind. „Die Behördenleitung muss jetzt handeln und jedem eine komplette Winterjacke als Dienstbekleidung zur Verfügung stellen“, so Kelm, der sich abschließend für eine generelle Erhöhung des Budgets sowie den Aufbau einer eigenen Kleiderkammer für die Berliner Polizei aussprach.