Zu viel Stress am Arbeitsplatz ?
8. August 2010 | Thema: Cop2Cop-Partner, Gesundheit | DruckenZu den häufigen Erkrankungen bei Polizisten gehört auch der sogenannte Burnout, der in Deutschland immer öfter bei Berufstätigen mit viel Menschenkontakt diagnostiziert wird.
In der Klinik für Psychosomatische Medizin der EuromedClinic, Fürth können pychosomatische Störungen wie diese ambulant und stationär behandelt werden.
Wir sprachen mit Chefarzt Dr. med. Bernd Sprenger über Ursachen und Therapiemöglichkeiten des Burnout-Syndroms.
1. Herr Dr. Sprenger, Burnout verbindet man landläufig mit “zu viel Stress am Arbeitsplatz”. Ist das richtig oder müssen verschiedene Faktoren zusammenkommen, damit jemand wirklich „ausbrennt“?
Stress am Arbeitsplatz besteht immer aus zwei Komponenten: Das eine sind die objektiven Arbeitsbedingungen und das andere ist die innere Haltung dazu. Entscheidend ist, wie man mit Belastungen umgeht. Die innere Einstellung zu Leistung und zu Perfektion spielt beim Burnout eine wichtige Rolle. Diese Faktoren werden allerdings von der persönlichen Lebensgeschichte eines Menschen mitbestimmt.
2. Woran erkennt der Betroffene, dass er an Burnout leidet? Gibt es eine Art Checkliste?
Der Burnout wird meist zuerst an körperlichen Symptomen sichtbar: Schlaflosigkeit, Verdauungsbeschwerden und Schmerzen ohne körperliche Ursache sind typisch. Später kommen seelische Symptome dazu: Nachlassende Leistungsfähigkeit, Gereiztheit, zunehmende Depressivität und mangelndes Interesse an Aktivitäten, die früher Spaß gemacht haben. Am Schluss stehen die völlige Erschöpfung und die Unfähigkeit, den Alltag zu bewältigen. Und leider oft auch der Gedanke an Selbstmord. (weiterlesen)
