Brandschützer aus ganz Hessen ausgezeichnet

13. Februar 2019 | Themenbereich: Aktuell, Hessen | Drucken

Dr. Stefan Heck, Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, hat heute an der Verleihung des Hessischen Feuerwehrpreises 2018 der Sparda-Bank teilgenommen und die Freiwillige Feuerwehr Bad Homburg als „Feuerwehr des Jahres“ ausgezeichnet. In der Kategorie „Einsätze des Jahres“ wurde der Preis an die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren Alsfeld, Feldatal, Mücke und Baunatal verliehen. Die Auszeichnung „Feuerwehrheld des Jahres“ ging an zwei Feuerwehrkameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hünfelden-Dauborn. Seit 2009 stellt der Hessische Feuerwehrpreis herausragende Projekte u

„Das Rückgrat der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr“

„Die mehr als 70.000 Einsatzkräfte in den hessischen Feuerwehren sind das Rückgrat der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr in unserem Land. Sie stellen sich tagtäglich ehrenamtlich in den Dienst unserer Gesellschaft. Diese Leistung ist gar nicht hoch genug anzuerkennen. Der Feuerwehrpreis der Sparda-Bank stellt dieses herausragende Engagement im nunmehr zehnten Jahr in den Fokus der Öffentlichkeit und ist eine schöne Möglichkeit, unsere Feuerwehrkameradinnen und -kameraden für ihre Einsatzbereitschaft, ihren Mut aber auch für kreative Ideen und technische Innovationen rund um die Feuerwehr auszuzeichnen. Ich beglückwünsche die diesjährigen Preisträger zu ihren außergewöhnlichen Leistungen und ihrem Ideenreichtum“, so Innenstaatssekretär Dr. Stefan Heck.

Der Hessische Feuerwehrpreis ist eine Initiative der Sparda-Bank Hessen in Kooperation mit dem hessischen Landesfeuerwehrverband. Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs werden jährlich neue Projekte ausgezeichnet, die der Freiwilligenarbeit, der Nachwuchsgewinnung oder den Menschen in Hessen unmittelbar zugutekommen.

„Den vielen ehrenamtlichen Brandschützern in Hessen gebührt unser aller Respekt, wenn wir bedenken, welche Risiken Sie manchmal auf sich nehmen, um ihren Mitmenschen in Not zu helfen. Unsere diesjährigen Preisträger haben mit tollen Ideen und Kreativität gezeigt, dass die freiwilligen Feuerwehren sich immer wieder neu erfinden und zugleich den Brandschutz gewährleisten. Die Feuerwehrheldinnen des Jahres haben mit ihrem couragierten Eingreifen eindrucksvoll belegt, wie viel Mut und Können in den freiwilligen Helferinnen und Helfern landesweit steckt“, so Dr. Stefan Heck.

Die Preisträger 2019:

Feuerwehr des Jahres: Freiwillige Feuerwehr Bad Homburg
Unter dem Motto „Mensch, Technik, Innovation – Feuerwehr der Zukunft“ hat die Freiwillige Feuerwehr Bad Homburg ein aktiv-dynamisches Körperkühlsystem entwickelt, das den Einsatzkräften hilft, körperlich hochintensive Einsätze etwa bei starker Hitze in den Sommermonaten oder bei der Bekämpfung von Waldbränden unbeschadet zu überstehen. Zudem hat die Feuerwehr einen multifunktional verwendbaren Mehrzweck-Einsatzbehälter entwickelt, der – je nach Füllung – als Fahrzeugsperre, als Hochwasserschutz, für den Trinkwassertransport, als Löschmittelbehälter oder für die Löschwasserrückhaltung eingesetzt werden kann.

Einsätze des Jahres: Freiwillige Feuerwehren Alsfeld, Feldatal, Mücke und Baunatal

Die Freiwilligen Feuerwehren Alsfeld, Feldatal und Mücke wurden für ihr außergewöhnliches Engagement rund um die Unwetter im vergangenen Frühling ausgezeichnet. Die Brandschützer aus dem Vogelsbergkreis waren über die Dauer von drei Tagen im Einsatz, befüllten Sandsäcke, errichteten Wasserbarrieren, pumpten Keller aus und retten Menschen und Tiere. Die Freiwillige Feuerwehr Baunatal wurde stellvertretend für alle eingesetzten Wehren im Landkreis Kassel für ihren Einsatz im Rahmen einer großangelegten Waldbrandbekämpfung im Sommer bei Baunatal ausgezeichnet. Rund 700 Feuerwehrangehörige sowie drei Löschhubschrauber waren dort im Einsatz, um ein Feuer auf einer Fläche von rund 8.000 Quadratmetern zu bekämpfen.
Feuerwehrhelden des Jahres: Daniel Wagner und Christoph Spang (Freiwillige Feuerwehr Hünfelden-Dauborn)
Daniel Wagner und Christoph Spang unterstützten eine schwangere Frau bei der Geburt ihres Kindes. Die werdende Mutter war mit ihrem Mann auf dem Weg ins Geburtshaus, kam dort jedoch nicht an und gebar ihren Sohn im Auto am Straßenrand. Dabei halfen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hünfelden-Dauborn, die sich auf einer Fahrradtour, befunden hatten, zufällig vorbeikamen und der werdenden Mutter sofort ihre Hilfe anboten.

Hintergrund:

Der Hessische Feuerwehrpreis wird seit 2009 durch die Sparda-Bank verliehen. Dieses Jahr werden Ideen zum Thema „Mensch, Technik, Innovation – Feuerwehr der Zukunft“ prämiert. Der Hessische Feuerwehrpreis ist ein Ideenwettbewerb und mit insgesamt 6.000 Euro dotiert.