Konkrete Planungen für Kriminaldauerdienst laufen

8. Februar 2019 | Themenbereich: Aktuell, Schleswig-Holstein | Drucken

Innenstaatssekretär Torsten Geerdts hat erste konkretere Pläne für den Kriminaldauerdienst in Schleswig-Holstein auf der Regionalversammlung des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) für die Direktionen Itzehoe und Segeberg vorgestellt. Danach werden für die Schaffung des Kriminaldauerdienstes 42 Stellen eingeplant. Der Innenstaatssekretär unterstrich die Vorteile im Vergleich zum bisherigen System:

„“Für Schutzpolizei-Dienststellen und die Leitstellen ist eine Ansprechperson der Kriminalpolizei immer sofort verfügbar, es bestehen bessere Möglichkeiten der gegenseitigen Unterstützung bei Wohnungseinbrüchen, bei Fahndungen oder bei der Vollstreckung von Haftbefehlen, Kripo-Beamte können häufiger zu einer schnelleren Entlastung der Streifenpolizei vor Ort sein. Langfristig bringt dies eine Qualitätsverbesserung der Polizeiarbeit. Die Sicherheit der Bürger wird gestärkt.““

Bislang gibt es, mit Ausnahme von Kiel und Lübeck, einen Bereitschaftsdienst mit Rufbereitschaft im Land. Beim KDD wären Einsatzkräfte rund um die Uhr in den Dienststellen. Für die Grundsatzentscheidung, einen Kriminaldauerdienst im Land zu installieren, habe er viele positive Rückmeldungen erhalten, betonte Geerdts. Die Planungen seien bereits in Gange. Allerdings gebe es noch einige Herausforderungen: Die Einrichtung von Kriminaldauerdiensten binde mehr Personal, Dauerdienst sei Schichtdienst, für den vor allem erfahrene Beamtinnen und Beamte benötigt würden.

„“Ich möchte es bildhaft auf den Punkt bringen: Der Zug hat den Bahnhof verlassen, der Zielort ist bekannt, die Wagons rollen und, damit immer wieder neue Fahrgäste zusteigen können, sind mehrere Zwischen-Stopps nicht nur unumgänglich, sondern ausdrücklich gewollt. Dabei bin ich aber nicht bereit, deutliche Verspätungen am Zielbahnhof zu akzeptieren.““