Jüdische und muslimische Seelsorger für die Bundeswehr

30. Januar 2019 | Themenbereich: Parteien, SPD | Drucken

Fritz Felgentreu, verteidigungspolitischer Sprecher und Josip Juratovic, zuständiger Berichterstatter der SPD-Bundestzagsfraktion::

Die AG Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Fraktion hat heute einstimmig ein Positionspapier für jüdische und muslimische Seelsorge in der Bundeswehr verabschiedet. Nach dem Modell der evangelischen und der katholischen Militärseelsorge soll künftig ein Staatsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Zentralrat der Juden den rechtlichen Rahmen für die jüdische Militärseelsorge setzen. Neben deutschen Juden dienen auch zunehmend Männer und Frauen muslimischen Glaubens in der Bundeswehr. Uns ist wichtig, auch für eine islamische Militärseelsorge jetzt eine geeignete Form zu finden.

„Für den Zusammenhalt der Bundeswehr ist es entscheidend, dass Menschen aller Religionen ganz selbstverständlich ihren Beitrag leisten. Nur eine Armee, die sich als Spiegel der Gesellschaft versteht, wird ihren Auftrag auf Dauer mit voller Kraft erfüllen können. Daher danken wir dem Zentralrat der Juden für seine Bereitschaft, 100 Jahre nach dem Ende des 1. Weltkriegs die jüdische Militärseelsorge wieder aufzunehmen. Darüber hinaus setzen wir uns für den Aufbau einer islamischen Militärseelsorge ein. Hier ist das Bundesministerium der Verteidigung gefordert, die geeigneten Partner zu suchen. Wir freuen uns, dass auch der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages diese Forderung unterstützt.“