Nach dem Anschlag in Straßburg: „Keine veränderte Sicherheitslage in Niedersachsen“

13. Dezember 2018 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Niedersachsen | Drucken

Nach dem offenbar terroristisch motivierten Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt im französischen Straßburg rät der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, zur Besonnenheit. In Niedersachsen liegen keine Erkenntnisse für eine konkrete Gefährdung der Weihnachtsmärkte vor. Pistorius: „Der Anschlag in Straßburg ist furchtbar. Den Angehörigen der Opfer spreche ich mein tiefes Mitgefühl aus. Natürlich schauen die zuständigen Polizeidirektionen nach einem Vorfall wie in Straßburg noch einmal sehr genau auf die Sicherheitsmaßnahmen. Da wir schon seit einigen Jahren mit einer abstrakt hohen Gefährdungslage in Niedersachsen und ganz Deutschland leben, sind unsere Konzepte auch auf terroristische Gefahren ausgerichtet. Aktuell besteht kein Anlass, die Sicherheitskonzepte grundlegend zu verändern. Die Polizei tut alles, um die Sicherheit, soweit das im öffentlichen Raum eben geht, zu gewährleisten und zu verhindern, dass so etwas in Niedersachsen passiert.“

Die Sicherheitskonzepte der Weihnachtsmärkte und vergleichbarer Großveranstaltungen werden von den kommunalen Behörden unter Beteiligung der örtlichen Polizei erarbeitet. Diese nehmen eine ausführliche Lageeinschätzung vor und treffen entsprechende Maßnahmen im Rahmen der örtlichen Gegebenheiten. Dazu gehört in der Regel auch die Präsenz von Polizistinnen und Polizisten auf und an den Veranstaltungsgeländen, teils auch mit Maschinenpistolen. Darüber hinaus können auch Bodycams oder die anlassbezogene Videoüberwachung im öffentlichen Raum zum Einsatz kommen.